verwehte-spuren
  Reken-Maria Veen
 
Kriegsgräber:


Auf dem Friedhof am Grüner Weg in Reken-Maria Veen Postleitzahl 48734 befinden sich insgesamt 171 Kriegsgräber. Dabei handelt es sich um 69 Opfer aus dem 1. Weltkrieg und 102 Opfer aus dem 2. Weltkrieg. Davon 114 aus Deutschland und 57 aus der ehemaligen Sowjet Union. Das Schild befindet sich bei den Parkplätzen von dem Friedhof.


Auf dem Schild steht Folgendes:

Kriegsgräber



Bild von der Informationstafel, die bei den Kriegsgräbern steht.



Weiteres Bild von der Informationstafel. Die Informationstafel wurde im Sommer 2018 enthüllt.


Auf der Informationstafel steht Folgendes:

Infotafel über die Kriegsgräber
auf dem Ehrenfriedhof in Maria Veen

Gräberfeld I

Im Haus Maria Veen war ab November 1945 ein Durchgangs- und Auffanglager
eingerichtet worden. Es wurden rund 90.000 Flüchtlinge und Vertriebene durch-
geschleust und in der Umgegend untergebracht.

Hier liegen rund sechzig Vertriebene aus Ostpreußen, Schlesien und Pommern,
die nach Flucht (aus Ostpreußen ab 1944) und Vertreibung (aus allen deutschen
Ostgebieten ab 1945 / 46) zu Tode gekommen waren. Viele der alten und ge-
brechlichen Leute waren während des beschwerlichen Transportes verstorben,
weitere starben in der ersten Zeit nach der Ankunft an Unterernährung.

Gräberfeld II
Im heutigen Reha-Zentrum Maria Veen war seit 1944 ein Hilfslazarett eingerich-
tet. Die deutschen Soldaten, welche dort ihren schweren Verletzungen erlagen,
wurden zunächst in der Heide nahe dem Benediktushof beerdigt.

Die sterblichen Überreste der meisten von ihnen wurden später in ihre Heimat-
orte überführt, die hier bestatteten 44 namentlich bekannten Soldaten konnten
infolge der Kriegswirren nicht mehr in ihre Heimat zurück.

Gräberfeld III
Im Gräberfeld III wurden überwiegend Osteuropäer (meist russische und polni-
sche Kriegsgefangene) bestattet, die anderweitig keine letzte Ruhestätte gefun-
den hatten

. In der Arbeiterkolonie Maria Veen wurden im Ersten Weltkrieg ein Kriegsgefange-
nenlager eingerichtet. Die drei hier ab 1915 Bestatteten waren russische Kriegs-
gefangene.

Ab 1939 wurde wieder ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet, später auch eine
Unterkunft für Ostarbeiter. Die verstorbenen russischen Kriegsgefangenen und
die meist durch Fliegerangriffe ums Leben gekommenen Ostarbeiter, darunter
auch acht Frausen, wurden auf dem 1915 entstandenen Friedhof bestattet. Von
ihnen sind 52 namentlich, weitere zwei nicht einmal ungefähr namentlich be-
kannt. Von fünfzehn Männern ist auch das Todesdatum unbekannt.


Übersicht / Lageplan der Gräberfelder

(Abbildung: Übersicht / Lageplan der Gräberfelder)

Legende
Standort

Gräberfeld I
Gräberfeld II
Gräberfeld III


Erstellt von der Kameradschaft
ehem. Soldaten Maria-Veen Hülsten




Blick auf das Gräberfeld wo die Opfer aus der ehemaligen Sowjet Union ihre letzte Ruhestätte erhalten haben. Die Beschriftung der Grabsteine ist leider kaum noch lesbar.



 Dieses Gräberfeld mit Opfern aus Deutschland befindet sich gegenüber von dem Gräberfeld mit Opfern aus der ehemaligen Sowjet Union.



Links neben dem Gräberfeld mit Opfern aus der ehemaligen Sowjet Union befindet sich ein weiteres Gräberfeld mit Opfern aus Deutschland. Ganz links in dem Gräberfeld steht ein Gedenkstein.



Bild von dem Gedenkstein.


Auf dem Gedenkstein steht Folgendes:

UNSEREN TOTEN

1939 - 1945



Ruhet in Frieden
 
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