verwehte-spuren
  Gescher
 

Kriegsgräberstätte:

Die Kriegsgräberstätte befindet sich in Gescher Postleitzahl 48712 in einem kleinen Waldstück nahe der Berkel bei Haus Hall. Die Kriegsgräberstätte ist ausgeschildert ab der Kreuzung Bahnhofstraße/Hallerweg. Man folgt den Hallerweg 400 Meter und kurz nach der Brücke über die Berkel zeigt ein weiteres Schild nach links zu einem Schotterweg. Diesen Schotterweg 250 Meter folgen dann befindet sich die Kriegsgräberstätte auf der linken Seite in einem kleinen Waldstück. Die Kriegsgräberstätte besteht aus 69 Grabsteinen, 1 Gedenkstein (Pultstein) und einem großen Kreuz. Ursprünglich wurden an dieser Stelle über 120 Opfer des 2. Weltkriegs begraben. Darunter waren auch zum Beispiel Opfer aus England, Österreich, Niederlande, Frankreich und Jugoslawien. In den Jahren 1946 bis 1954 wurden einige Opfer exhumiert. Deshalb liegen hier insgesamt noch 111 Opfer darunter befinden sich auch einige russische Opfer.

Am 21. Februar 1945 wurde Haus Hall zum Lazarett umfunktioniert. Teilweise befanden sich zeitgleich über 1000 Verwundete in diesem Lazarett. Neben den vielen Verwundeten gab es auch immer wieder Tote zu beklagen. Für die Toten wurde ein Ehrenfriedhof an der Berkel angelegt. Das Lazarett Haus Hall wurde am 10. Dezember 1945 aufgelöst. Der Ehrenfriedhof wurde zur Kriegsgräberstätte umbenannt und durch die Stadt Gescher unterhalten, wobei die Pflege von Haus Hall ausgeführt wird.

Bei den hier beigesetzten russischen Soldaten handelt es sich um sowjetische Kriegsgefangene. Sie wurden als Zwangsarbeiter beim Torfwerk in Hochmoor eingesetzt, wo Sie zum Beispiel an Darmkatarrh und Wassersucht verstarben. Zuerst wurden Sie auf dem Friedhof in Velen beigesetzt und später umgebettet nach Hochmoor. Ihre letzte Ruhestätte haben Sie danach hier auf der Kriegsgräberstätte bei Haus Hall erhalten.



Bild von dem Wegweiser zur Kriegsgräberstätte kurz nach der Brücke über die Berkel am Hallerweg.

 

Das Bild aus 2012 zeigt die Kriegsgräberstätte. Viele Grabsteine waren zugewachsen.



Das Bild aus 2012 zeigt das große Kreuz von der Kriegsgräberstätte.



Ein weiteres Bild aus 2012 von der Kriegsgräberstätte.



Das Bild aus 2015 zeigt die durch Fördermittel in Höhe von 18.500 Euro neu gestaltete Kriegsgräberstätte. Die vielen verschiedenen Pflanzen und Sträucher wurden nach einem Bodenaustausch durch einheitliche Bodendecker getauscht. Der geborstene Grabstein von Günther Hoffmann wurde durch einen neuen Grabstein ersetzt. Des Weiteren konnten von den zwölf unbekannten russischen Soldaten, die in der ersten Grabreihe beigesetzt wurden, acht identifiziert werden. Drei sind leider immer noch unbekannt. Die Namen stehen auf einen Pultstein, der vorne rechts in der ersten Grabreihe platziert wurde.



Das Bild aus 2015 zeigt den Pultstein mit den Namen, der vorne rechts in der ersten Grabreihe platziert wurde.


Die 1. Reihe besteht aus 13 Gräbern, 7 Grabsteinen und 1 Gedenkstein (Pultstein) (von links nach rechts):

CALVOV CERVAN
1900 - 1945

UNBEK. RUSS. SOLDAT
1945
UNBEK. RUSS. SOLDAT
VIK 12994

UNBEK. RUSS. SOLDAT
VIK 63116 1942
UNBEK. RUSS. SOLDAT
VIK 63108

UNBEK. RUSS. SOLDAT
VIK 12940
UNBEK. RUSS. SOLDAT
VIK 63145 1942

UNBEK. RUSS. SOLDAT
VIK 13035 1942
UNBEK. RUSS. SOLDAT
13027 1943

UNBEK. RUSS. SOLDAT
38592/315 1943
UNBEK. RUSS. SOLDAT
38653/315

UNBEK. RUSS. SOLDAT
VIK 63499 1943
UNBEK. RUSS. SOLDAT
63538 1943


Auf dem Gedenkstein (Pultstein) steht folgendes:

ANDREASCHTSCHENKO GA WRIIL
* 25.3.1907     + 29.3.1945

ANODIN NIKOLAJ TROFIMOWITSCH
* 1899     + 9.3.1943

GORBONOS SEMJON
* 17.7.1906     + 24.2.1943

DUBROWIN PAWEL GRIGORJEWITSCH
* 18.12.1911     + 23.12.1942

KUROPATKIN PJOTR PAWLOWITSCH
* 6.3.1906     + 27.3.1943

NIKULOW MICHAIL WASILJEWITSCH
* 1916     + 31.12.1941

SAMADASCHWILI GEORGIJ ILJITSCH
* 1899     + 3.8.1943

SAMOCHWALOW IOSIP LARIONOWITSCH
* 1915     + 7.3.1943

SCHTSCHELKOW PAWEL IANOWITSCH
* 1915     + 19.7.1942

UNBEKANNTER
______     + 28.11.1942

UNBEKANNTER
______      ______

UNBEKANNTER
______     + 28.9.1942



Die 2. Reihe besteht aus 17 Gräbern und 10 Grabsteinen (von links nach rechts):

PAUL OSTENDORF
1882 - 1945

KARL TEICHFISCHER
1885 - 1945
HEINRICH LÄNGER
1945

WERNER BACKS
1926 - 1945

ANNA FINSTERLE
1925 - 1945

PAUL KERLINGER
1911 - 1945
HEINR. WOHLRECK
1945

FRIEDR. REILAND
1912 - 1945
FRANZ LITFIN
1902 - 1945

THEOD. SEVERIN
1905 - 1945
HANS ABEL
1922 - 1945

ALFRED FETTIG
1912 - 1945
ALFRED STÜCKER
1927 - 1945

FRIEDR. SCHERER
1897 - 1945
  ANTON KOPP
1909 - 1945

JOH. ZEHMEISTER
1916 - 1945
  FRITZ VOLLSTAEDT
1914 - 1945


Die 3. Reihe besteht aus 21 Gräbern und 12 Grabsteinen (von links nach rechts):

FRITZ THIEM
1915 - 1945

PAUL SCHEUNPFLUG
1918 - 1945

KARL TREDER
1918 - 1945

KILIAN KONRAD
1927 - 1945
ADOLF CHMELIK
1906 - 1945

GERH. SCHWARM
1901 - 1945
G. ANDREASCHENKO
1907 - 1945

JAKOB REIF
1905 - 1945
BERNH. ADEBAR
1926 - 1945

HERBERT DONT
1900 - 1945
HEINZ SAWADE
1919 - 1945

TOB. LEISMÜLLER
1925 - 1945
ALBERT NEUBAUER
1916 - 1945

HANS BENKER
1927 - 1945
HUBERT SCHÜLLER
1911 - 1945

PETER SCHRÖDER
1908 - 1945
KARL STIEBITZ
190? - 1945

HERM. NIESWANDT
1925 - 1945
FRITZ THIERY
1917 - 1945

ERWIN KROKOWSKI
1906 - 1945
RUDOLF ALBRECHT
  1920 - 1945


Die 4. Reihe besteht aus 17 Gräbern und 9 Grabsteinen (von links nach rechts):

FRANZ KELLER
1916 - 1945
JOH. BACHMANN
1923 - 1945

GERHARD REYKE
1912 - 1945

UNBEK. SOLDAT
1945
OTTO RICHTER
1909 - 1945

GERH. SENDROWSKY
1927 - 1945
WILHELM DAMISCH
1915 - 1945

HANS FLEISCHHAUER
1916 - 1945
SIEGFRIED VOIGT
1925 - 1945

ERWIN ZIELSKE
1907 - 1945
FRANZ HEIKE
1906 - 1945

HEINZ BARTSCH
1921 - 1945
  HERB. WACKERHAUSER
1945

HEINR. KLAPPICH
1925 - 1945
KARL CHRISTIANSEN
1925 - 1945

WILHELM JAHR
1925 - 1945
VIKTOR HOPATSCHEK
1912 - 1945


Die 5. Reihe besteht aus 23 Gräbern und 12 Grabsteinen (von links nach rechts):

AN. KASLROSLAWSKI
1922 - 1945
KARL BÖSSER
1904 - 1945

PETRIS GABRANOWS
1909 - 1945
WERNER DAHM
1925 - 1945

ARTHUR SCHULZ
1904 - 1945
LEOP. NÖCKSTARRER
1893 - 1945

HANS HOSSE
1919 - 1945
HEINZ JANSEN
1926 - 1945

GERHARD LEUTERT
1920 - 1945

WALTER FRIEHS
1921 - 1945
HEINR. GEDESSEN
1903 - 1945

CONRAD MUIGG
1923 - 1945
RUDI MATZIEHS
1918 - 1945

HEINRICH JUST
1902 - 1945
MICH. KRAUTSACK
1904 - 1945

HEINRICH KLAAHS
1900 - 1945
WILH. EVERDING
1913 - 1945

ERICH KUNZE
1905 - 1945
HORST GLIESE
1922 - 1945

KURT NÄSER
1915 - 1945
OTTOMAR CHRIST
1919 - 1945

KARL GEISS
1907 - 1945
HERBERT FREYER
1918 - 1945


Die 6. Reihe besteht aus 11 Gräbern und 10 Grabsteinen (von links nach rechts):

ALFONS ROSINKE
1914 - 1945

REINH. WERNICKE
1920 - 1945

HERBERT KORNETZKA
1924 - 1945

OSWALD MARKGRAF
1902 - 1945

RICHARD WADEPHUL
1904 - 1945

KARL STRICKER
1921 - 1945
HANS KRAMER
1908 - 1945

FRITZ NIERMEYER
1922 - 1945

HELMUT KREIL
1922 - 1945

JAKOB BANSEBERG
1895 - 1945

OSKAR ALBRECHT
1899 - 1945


Die 7. Reihe besteht aus 4 Gräbern und 4 Grabsteinen (von links nach rechts):

PETER GAGITSCH
1945

HELMUT MOSIG
1945

ERNST IHLOW
1899 - 1945

GÜNTHER HOFFMANN
1912 - 1945


Die 8. Reihe besteht aus 5 Gräbern und 5 Grabsteinen (von links nach rechts):

PETERHANNS
FRANZ
1923 - 1945

HELMUT ZEISS
1922 - 1945

GERHARD PRIETZE
1926 - 1945

WILHELM JAMECK
1902 - 1945

ROLF POLSTER
1908 - 1945



Kriegsgräber:


Diese 7 Kriegsgräber befinden sich auf dem städtischen Friedhof an der Konrad Adenauer Straße in Gescher Postleitzahl 48712.


Auf den Grabsteinen steht folgendes:

Die 1. Reihe besteht aus 2 Gräbern (von links nach rechts):

Marlarcyle St.
* 1916   + 1942

Rob G.
* 1914   + 1942


Die 2. Reihe besteht aus 3 Gräbern (von links nach rechts):

Korbut L.
* 1887   + 1945

Jurzenko M.
+ 1945

Surowier St.
* 1924   + 1945


Die 3. Reihe besteht aus 2 Gräbern (von links nach rechts):

Pietka St.
* 1914   + 1943

Tyschenko L.
* 1923   + 1943



Ruhet in Frieden
 
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