verwehte-spuren
  Freie Küste Walcheren
 
Stützpunkt Lohengrin:

Der Stp. Lohengrin wurde nach einer Oper aus dem Jahr 1850 von Richard Wagner benannt und befand sich in den Dünen am südöstlichen Ortsrand von Zoutelande zwischen dem Stp. Meistersinger und dem W.N. Carmen. Er wurde von den Alliierten als W288 bezeichnet. Insgesamt wurden hier 8 Regelbaubunker und viele verstärkte feldmäßige Bauwerke zum Beispiel 2 Schartenstände für eine 7,5-cm-Feldkanone, Lagerräume und Unterkunftsräume gebaut. Mit den beiden 7,5-cm-Feldkanonen vom Typ F.K. 18 wurde der Strand verteidigt. Des Weiteren wurden im Stp. Lohengrin auch mehrere Tobruks und einige Reihen Höckerhindernisse (auch bezeichnet als Drachenzähne) gebaut. Der Stp. Lohengrin wurde mit Strandhindernissen, Minenfeldern, Schützengräben und Stacheldraht ausgebaut.Zuletzt waren hier deutsche Soldaten vom II. Bataillon 7./ Kompanie Grenadier-Regiment 1018 und Soldaten von der I. Abteilung 2./ Kompanie Festungsstammtruppen LXXXIX untergebracht.

Auch Soldaten der Luftwaffe waren im Stp. Lohengrin untergebracht. Soldaten der 5. Flugmelde Kompanie/Luftnachrichten-Abteilung 51 waren für die 2 Funkmessbeobachtungsgeräte (Fu.M.B.) die hier in den Dünen aufgebaut waren verantwortlich. Die beiden Fu.M.B. hatten den Decknamen Windmessgerät. Mit den Fu.M.B. versuchte die Luftwaffe die Radarbewegungen des Gegners, zu erkennen. Zur Sicherung gegen feindliche Luftangriffe wurden hier auch 3 leichte 2 cm Flugabwehrkanonen und 2 Suchscheinwerfer aufgestellt. Diese wurden von Luftwaffen Soldaten der leichten Reserve-Flak-Abteilung 847 bedient. Des Weiteren waren hier auch einige Luftwaffen Soldaten von der Flugmelde-Reserve-Kompanie zur besonderen Verwendung 8./VI untergebracht. Sie sollten hier den Luftraum überwachen.

Der Stp. Lohengrin wurde am 02. November 1944 vom 48 Royal Marine Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Meistersinger.
 
 
Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 120a Artillerie-Beobachtungsstand mit Panzerturm
(Bunkernummer: Vliss-West 022-2??)

1x Typ 134 Munitionsunterstand I
(Bunkernummer: Vliss-West 022-251)

1x Typ 143 Artillerie-Beobachtungsstand mit kleiner Artillerie-Beobachtungsturm
(Bunkernummer: Vliss-West 022-252)

2x Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand
(Bunkernummer: Vliss-West 022-253 & Vliss-West 022-254)

2x Typ 502 Doppelgruppenunterstand
(Bunkernummer: Vliss-West 022-248 & Vliss-West 022-249)

1x Typ 635 Doppelgruppenunterstand am Vorderhang
(Bunkernummer: ?)

 
Davon sind noch folgende Regelbaubunker erhalten 1x Typ 143, 2x Typ 501 und 2x Typ 502. Die restlichen Regelbaubunker wurden abgerissen.

  
Regelbbaubunker vom Typ 143 Artillerie-Beobachtungsstand mit kleiner Artillerie-Beobachtungsturm:

Die Bunkernummer lautete Vliss-West 022-252 und er ist 13,60 Meter lang. Neben dem Eingang und der Gasschleuse befanden sich im Bunker 4 weitere Räume (1x Eingangsverteidigung, 1x Bereitschaftsraum für 6 Mann, 1x Raum für die Verarbeitung von Zielinformationen und 1x gepanzerte Beobachtungskuppel) und ein Notausgang. Der Bunker steht auf einer der höchsten Dünen von Walcheren. Von dort hat man einen sehr weiten und schönen Ausblick über die Westerschelde und Walcheren. Deshalb wurde hier der Beobachtungsbunker gebaut. Er hat eine Stahlkuppel, in der man ein Periskop von unten hochschieben konnte. So konnte man das Umfeld beobachten und Ziele erkennen und zuweisen. Von diesem Bunker aus wurden die Geschütze vom Stützpunkt Hötzendorf, die sich im Hinterland in Bunkern vom Typ 611 befanden, geleitet. Diese hatten die Aufgabe von ihrer Position aus den Strand zwischen Zoutelande und Westduin zu beschießen. Heute ist der Bunker Teil des Bunkermuseums von Zoutelande.



Bild vom Typ 143 Artillerie-Beobachtungsstand mit kleiner Artillerie-Beobachtungsturm, in dem sich jetzt ein Teil des Bunkermuseums von Zoutelande befindet. Rechts unten befindet sich die Eingangsverteidigung und links daneben der Eingang. Oben links kann man einen Teil der Beobachtungskuppel sehen.



Blick auf den Eingang, in dem auch die Informationstafel hängt. Das St steht für Ständig das bedeutet, das der Bunker einen Bombenvolltreffer aushalten kann. Links neben dem Eingang führt eine Leiter zum Bunkerdach.



Blick auf die Schießscharte der Eingangsverteidigung.



Blick auf die Beobachtungskuppel vom Typ 463, 1P01. Sie hat eine Dicke von 30 cm und wiegt insgesamt 20 Tonnen.



Blick von innen auf die Stahlkuppel. Durch das Loch in der Mitte von der Stahlkuppel konnte das Periskop zur Beobachtung gesteckt werden.



Bild vom Strandhindernis (Tschechenigel), das bei dem Bunker vom Typ 143 steht.



Bild vom Minenfeldmarkierungspfosten, der bei dem Bunker vom Typ 143 steht.



Bild von einem Metallpfosten für Stacheldrahtsperren, der bei dem Bunker vom Typ 143 steht.



Bild von einen anderen Metallpfosten für Stacheldrahtsperren, der bei dem Bunker vom Typ 143 steht.



Bild von der Informationstafel, die im Eingang vom Bunker Typ 143 hängt. Auf der Informationstafel ist auch der Grundriss von dem Bunker abgedruckt und eine Lageskizze, wo sich die beiden Museumsbunker befinden.


Auf der Informationstafel steht folgendes:

Bunkermuseum Zoutelande
Observatiepost met pantserstalen waarnemingskoepel voor periscoop (Bunker 2)

De bunker waar u nu voor staat is een artilleriewaarne-
mingspost van het type 143, Artillerie-Beobachtungsstand
mit kleinem Artilleriebeobachtungsturm. De bunker heeft
een 20-ton zware pantserstalen waarnemingskoepel, die in
het dak geintegreed is. Middels een periscoop in de
koepel kon het omliggende gebied geobserveerd worden.
Bij een geallieerde invasie werden de locaties van
vijandelijke troepen berekend in de rekenruimte en per
telefoon of radio doorgegeven aan de batterijen in het
achterland. Deze namen vervolgens de doelen onder vuur.

German observation bunker with armoured cupola for
periscope. This bunker was built in 1942-1943 as part of
the Atlantic Wall: a defence line to counter an allied
invasion.

Deutscher Beobachtungsbunker mit Panzerturm, erbaut
1942-1943 als Teil des Atlantikwalls.


Deze observatiepost maakt deel uit van de 'ATLANTIKWALL', een door de Duitsers
tussen 1942-1945 aangelegde verdedigingslinie van de Noordkaap van Noorwegen tot
de Frans-Spaanse grens bij de Golf van Biskaje. Een belangrijk onderdeel van de
Atlantikwall was de artillerie, waarmee een eventuele geallieerde landingsvloot op zee en
op het strand uitgeschakeld kon worden. De doelen op zee werden beschoten door
kustbatterijen die in de duinen waren opgesteld.
Voertuigen die daadwerkelijk op de kust zouden landen, konden door batterijen veldgeschut
onder vuur genomen worden. Deze batterijen stonden achter de duinen op het platteland
opgesteld, onder meer bij Westkapelle, Zoutelande, Koudekerke, Buttinge en Vlissingen.
Omdat deze batterijn geen direct zicht op het strand hadden, werden in de duinen en op de
dijken waarnemingsposten ingericht.
Ook in Zoutelande waren twee van deze observatiebunkers ingericht, en wel op de hoge
duinen ten zuiden van het dorp. Hier had men niet alleen een panoram'sch uitzicht over de
monding van de Westerschelde en de stranden, maar ook over het gehele eiland Walcheren.


Bunkermuseum Zoutelande

Ook Zoutelande maakte deel uit van de Atlantikwall en werd
verdedigd door twee steunpunten, vernoemd naar de opera's
'Meistersinger' en 'Lohengrin' van de componist Richard Wagner.
Deze steunpunten omvatte meer dan 100 bunkers, waarvan er
vandaag de dag nog enkele resteren. In twee bunkers is sinds de
zomer van 2000 een expositie ingericht over de geschiedenis van
de Atlantikwall en de bevrijding van de Scheldemonding in
november 1944. Dit is het Bunkermuseum Zoutelande:
Atlantikwall en Bevrijdingsmuseum aan de Zeeuwse kust.


U bent van harte welkom.
Betreden van de bunker is op eigen risico.

Stichting Bunkerbehoud                                                                               



2x Regelbaubunker vom Typ 502 Doppelgruppenunterstand:

Die beiden Bunker stehen nahe beieinander bei einem Dünenaufgang zum Strand unterhalb vom Bunker Typ 143. In dem linken Bunker mit der Bunkernummer Vliss-West 022-248 ist der andere Teil des Bunkermuseums von Zoutelande untergebracht. Die Bunker haben 2 Eingänge und sind 14,80 Meter lang und 9,50 Meter breit. In dem Bunker befinden sich neben der Gasschleuse noch 3 weitere Räume (2x Bereitschaftsraum für 9 Mann und 1x Vorratsraum). Der rechte Bunker befindet sich auf einem Privatgrundstück und die Eingänge sind zugemauert.



Bild vom linken Bunker Typ 502 Doppelgruppenunterstand, in dem ein Teil vom Bunkermuseum Zoutelande eingerichtet ist.



Bild vom Strandhindernis (Tschechenigel), das bei dem Bunker vom Typ 502 steht.



Bild vom Strandhindernis (Nussknackermine I), das bei dem Bunker vom Typ 502 steht.



In dem Betonsockel befindet sich eine Nachbildung einer T-Mine 35.



Bild vom Strandhindernis (Betontetraeder), das bei dem Bunker vom Typ 502 steht.



Bild vom Minenfeldmarkierungspfosten, der beim Bunker vom Typ 502 steht.



Bild von einem weiteren Minenfeldmarkierungspfosten, der bei dem Bunker vom Typ 502 steht.



Bild von einem weiteren Minenfeldmarkierungspfosten, der bei dem Bunker vom Typ 502 steht.



Bild von Metallpfosten für Stacheldrahtsperren.



Bild vom Wasserbehälter, der rechts neben den rechten Eingang steht.



Bild von einigen Tschechenigelbeinen.



Bild von einigen Betontetraederfüßen.



Bild von der Informationstafel, die bei dem Bunker vom Typ 502 steht. Auf der Informationstafel ist auch ein Grundriss von dem Bunker abgedruckt und eine Lageskizze wo sich die beiden Museumsbunker befinden.


Auf der Informationstafel steht folgendes:

Bunkermuseum Zoutelande
Personeelsonderkomen voor 20 manschappen (Bunker 1)

Deze bunker is een personeelsonderkomen voor het
huisvesten van 20 militairen.
De bunker is een gestandaardiseerd ontwerp met als
officiele benaming Regelbau 502,
Doppelgruppenunterstand.
De wanden en het dak zijn gemaakt van twee meter dik
gewapend beton: hierdoor was de bunker bomvrij.

German personnel shelter for 20 soldiers.
This bunker was built in 1942-1943 as part of the
Atlantic Wall: a defence linie to counter an allied
invasion.

Deutscher Wohnbunker für 20 Mannschaften, erbaut in
1942-1943 als Teil des Atlantikwalls, eine
Verteidigungslinie gegen eine alliierte Invasion.


De bunker werd gebouwd als onderdeel van de 'ATLANTIKWALL', een door Duitsers
tussen 1942-1945 aangelegde verdedigingslinie van de Noordkaap in Noorwegen t/m de
Frans-Spaanse grens bij de Golf van Biskaje. De linie had tot doel een geallieerde invasie
op de kust vorrkomen en werd door de Duitse propaganda afgeschilderd als een
onneembare vesting. De Westerschelde, de toegang tot de havenstad Antwerpen, was een
belangrijke schakel binnen de Atlantikwall. Om deze reden werd met name Walcheren
krachtig uitgebouwd met vele duizenden zware en lichte bunkers, versperringen en
andersoortige verdedigingswerken.


Bunkermuseum Zoutelande

Ook Zoutelande maakte deel uit van de Atlantikwall en werd
verdedigd door twee steunpunten, vernoemd naar de opera's
'Meistersinger' en 'Lohengrin' van de componist Richard Wagner.
Deze steunpunten omvatte meer dan 100 bunkers, waarvan er
vandaag de dag nog enkele resteren. In twee bunkers is sinds de
zomer van 2000 een expositie ingericht over de geschiedenis van
de Atlantikwall en de bevrijding van de Scheldemonding in
november 1944. Dit is het Bunkermuseum Zoutelande:
Atlantikwall en Bevrijdingsmuseum aan de Zeeuwse kust.


U bent van harte welkom.
Betreden van de bunker is op eigen risico.

Stichting Bunkerbehoud                                                                       



Bild vom rechten Bunker vom Typ 502 Doppelgruppenunterstand. Die Eingänge sind zugemauert.



Weiteres Bild vom rechten Bunker vom Typ 502 Doppelgruppenunterstand. Rechts im Bild kann man eine Ecke vom Bunker erkennen.


2x Regelbaubunker vom Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand:

Einer befindet sich gut versteckt in den Dünen links neben dem Bunker vom Typ 143. Er hatte die Bunkernummer Vliss-West 022-253 und ist nicht zugänglich, da man die befestigten Dünenwege nicht verlassen darf. Der andere Bunker vom Typ 501 ist auch unzugänglich, da er auf einem Privatgrundstück direkt hinter einem Ferienhaus in den Dünen steht. Die Bunker haben einen Eingang und sind 9 Meter lang und 9,90 Meter breit. In dem Bunker befinden sich neben der Gasschleuse noch 1 Bereitschaftsraum für 9 Mann und ein Notausgang.



Bild vom Bunker vom Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand der Links in der Nähe vom Typ 143 steht. In der Bildmitte kann man den Bunker etwas erkennen.



Weiteres Bild vom Bunker vom Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand der Links in der Nähe vom Typ 143 steht.


Von dem anderen Regelbaubunker vom Typ 501 ist kein altes Bild vorhanden.



Bild von einem Vf-Bunker, der am Duinweg steht. Der Bunker wird jetzt als Garage genutzt.



Bild von einem weiteren Vf-Bunker, der am Duinweg steht. Dieser Bunker wird jetzt auch als Garage genutzt.



Bild von einem weiteren Vf-Bunker, der am Duinweg in den Dünen in der Nähe vom Hotel Duinlust steht.



Bild von einem weiteren Vf-Bunker, der am Duinweg in den Dünen in der Nähe vom Hotel Duinlust steht.



Bild vom Eingangsbereich vom letzten gezeigten Vf-Bunker.



Stützpunkt Meistersinger:

Der Stp. Meistersinger wurde nach einer Oper aus dem Jahr 1868 von Richard Wagner benannt und befand sich im südwestlichen Ortsrand von Zoutelande zwischen dem Stp. Rheingold und dem Stp. Lohengrin. Er wurde von den Alliierten auch als W287 bezeichnet. Insgesamt wurden hier 7 Regelbaubunker gebaut und einige verstärkte feldmäßige Bauwerke zum Beispiel ein Schartenstand für eine 7,5-cm-Feldkanone, Lagerräume und Unterkunftsräume. Mit der 7,5-cm-Feldkanone vom Typ F.K. 18 wurde der Strand verteidigt. Des Weiteren wurden im Stp. Meistersinger auch mehrere Tobruks und einige Reihen Höckerhindernisse gebaut. Der Stp. Meistersinger wurde mit Strandhindernissen, Minenfeldern, Schützengräben und Stacheldraht ausgebaut. Zuletzt waren hier deutsche Soldaten vom II. Batallion 8./ Kompanie Grenadier-Regiment 1018 und Soldaten von der I. Abteilung 2./ Kompanie Festungsstammtruppen LXXXIX untergebracht. Der Stützpunkt wurde am 02. November 1944 durch das 48 Royal Marine Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Rheingold.
 
 
Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

2x Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand
(Bunkernummer: Vliss-West 021-24? & Vliss-West 021-24?)

2x Typ 502 Doppelgruppenunterstand
(Bunkernummer: Vliss-West 021-245 & Vliss-West 021-24?)

1x Typ 600 Geschützstellung für 5cm Kw.K. Mit Mannschafts- und Munitionsunterstand
(Bunkernummer: Vliss-West 021-24?)

2x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5cm Kw.K.
(Bunkernummer: Vliss-West 021-24? & Vliss-West 021-24?)

 
Davon ist nur noch der Regelbaubunker vom Typ 502 Doppelgruppenunterstand mit der Bunkernummer Vliss-West 021-245 erhalten. Alle anderen Regelbaubunker wurden abgerissen.

 
Regelbaubunker vom Typ 502 Doppelgruppenunterstand:

Der Bunker steht hinter einem Hotel in der Nähe der Kirche und wird durch die Stichting Bunkerbehoud als Lager genutzt. Er hat 2 Eingänge und ist 14,80 Meter lang und 9,50 Meter breit. In dem Bunker befinden sich neben der Gasschleuse noch 3 weitere Räume (2x Bereitschaftsraum für 9 Mann und 1x Vorratsraum). Der Bunker befindet sich auf einem Privatgrundstück und die Eingänge sind verschlossen.



Bild vom Typ 502 Doppelgruppenunterstand er ist das Einzige was vom Stp. Meistersinger noch vorhanden ist.



Stützpunkt Rheingold:

Der Stp. Rheingold wurde nach einer Oper aus dem Jahr 1869 von Richard Wagner benannt und lag in den Dünen westlich von Zoutelande zwischen dem Stp. Waffenschmied und dem Stp. Meistersinger. Er wurde auch als Batterie Snabbeldorp bezeichnet und von den Alliierten auch als W13 bezeichnet. Der Stp. Rheingold bestand aus der Marine Küsten Batterie Zoutelande mit 21 Regelbaubunkern und vier 15 cm Kanonen vom Typ Tbt.K. C/36 (19,5 km Reichweite), eine 7,5 cm Feldkanone vom Typ F.K. 38, drei 2 cm Flugabwehrkanonen, zwei 150 cm Suchscheinwerfer und ein 60 cm Suchscheinwerfer. Des Weiteren wurde hier auch ein Funkmessortungsgerät (Fu.M.O.) 214 Würzburg Riese (Seeartilleristisch) zur Feuerleitunterstützung für die Küsten Batterien gebaut. Stationiert waren hier zuletzt Soldaten von der 7./ Marine Artillerie Abteilung 202. Am 01. November 1944 wurde der Stützpunkt Rheingold vom 48 Royal Marine Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Waffenschmied und sind vorher am selben Tag mit Landungsschiffen am Strand von Westkapelle gelandet (Operation Infatuate II).

 
Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

4x Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand

2x Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume

4x Typ 635 Doppelgruppenunterstand am Vorderhang

3x Typ FL242 Flakeinheitsstand für mittlere und leichte Flak

1x Typ FL246 lraum für schwere Flak Batterie

1x Typ M145 Munitionsauffüllraum für Mittelbaterien

1x Typ M159 Gefechtsverbandplatz

4x Typ M271 Geschützschartenstand (120°)

1x Typ S414 Leitstand für mittlere und schwere Batterie


Davon ist nur noch der Regelbaubunker vom Typ FL246 Munitionsauffüllraum für schwere Flak Batterie erhalten. Alle anderen Regelbaubunker wurden abgerissen.


Regelbaubunker vom Typ FL246 Munitionsauffüllraum für schwere Flak Batterie:

Der Bunker steht direkt neben dem Fahrradweg zwischen Zoutelande und Westkapelle entlang der Dünen hinter einem Campingplatz. Die beiden Eingänge von dem Bunker sind zugemauert. Er ist 23,50 m lang und 15,20 breit und ca. 5,50 m hoch. In dem Bunker befinden sich 9 Räume (5x Munitionsraum, 3x Zünderraum & 1x Heizungsraum).



Bild vom Bunker Typ FL246 er ist das Einzige was vom Stp. Rheingold noch vorhanden ist.



Stützpunkt Waffenschmied:

Der Stp. Waffenschmied wurde nach einer Oper aus dem Jahr 1846 von Albert Lortzing benannt und befand sich in den Dünen bei Westkapelle zwischen dem Stp. Rheingold und dem Stp. Undine. Er wurde von den Alliierten auch als W285 bezeichnet. Hier wurden einige verstärkte feldmäßige Bauwerke gebaut aber keine Regelbaubunker. Des Weiteren befand sich hier ein Funkmessortungsgerät (Fu.M.O.) 214 Würzburg Riese (Seetaktisch) Deckname Monika I und ein Funkmessortungsgerät (Fu.M.O.) 2 Calais B (Seetaktisch) Deckname Monika II und ein Funkmeldegerät vom Typ Erika (Seetaktischer Schiffsortungsgerät). Damit wurden Schiffe auf dem Meer aufgeklärt. Sie wurden von Soldaten der 41. Marine-Funkmesskompanie betrieben. Zur Verteidigung des Stp. Waffenschmied waren hier zuletzt Soldaten von der 6./ Kompanie Grenadier-Regiment 1018 untergebracht. Der Stp. Waffenschmied wurde am 01. November 1944 durch das 48 Royal Marine Commando eingenommen. Sie waren hier direkt am Strand von Landungsbooten aus gelandet. Von dem Stp. Waffenschmied ist nichts mehr vorhanden.



Stützpunkt Undine:

  Der Stp. Undine wurde nach einer Oper aus dem Jahr 1816 von E. T. A. Hoffmann benannt und befand sich auf dem südlichen Deich bei Westkapelle zwischen dem Stp. Waffenschmied und dem Stp. Tiefland. Hier wurden insgesamt 7 Regelbaubunker gebaut. Des Weiteren wurden hier auch einige Höckerhindernisse (auch Drachenzähne genannt) und Panzermauern gebaut. Hier waren zuletzt Soldaten von der 5./ Kompanie Grenadier- Regiment 1018 stationiert. Der Stp. Undine wurde am 01. November 1944 durch die Alliierten eingenommen, die auch hier an dieser Stelle am Strand von Landungsschiffen aus gelandet sind.

 
Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 134 Munitionsunterstand I

1x Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume

1x Typ 621 Gruppenunterstand

2x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5cm Kw.K.

2x Typ 700 Schartenstand für 7,5cm Pak 40 mit Deckplatte (65°) ohne Nebenräume


Davon ist nur noch der Regelbaubunker vom Typ 134 Munitionsunterstand I und ein Regelbaubunker vom Typ 667 Kleinstschartenstand für 5 cm Kw.K. erhalten. Alle anderen Regelbaubunker vom Stp. Undine wurden abgerissen. Es sind aber noch Reste von Sperren am Strand vorhanden.


Regelbaubunker vom Typ 134 Munitionsunterstand I:

Dieser steht im Wasser und ist bei Ebbe gut sichtbar. Dort wo der Bunker steht, verlief früher der Deich entlang. Der Deich wurde hier durch alliierte Bombardierungen zerstört. Dadurch wurde die Insel Walcheren überflutet und die deutschen Stellungen im Inneren der Insel unbrauchbar gemacht. Der Bunker ist 10,80 Meter lang und 11,50 Meter breit. In dem Bunker befinden sich 2 Munitionslagerräume.



Bild vom Bunker Typ 134 bei Ebbe.


Regelbaubunker vom Typ 667 Kleinstschartenstand für 5cm Kw.K.:

Auch dieser steht im Wasser und ist bei Ebbe erkennbar.


Bild vom Bunker Typ 667 bei Ebbe.



Bild von einem kleinen Höckerhindernis (auch Drachenzahn genannt), das sich am Strand befindet und bei Ebbe erkennbar ist.



Weiteres Bild von kleinen Höckerhindernissen (auch Drachenzähne genannt), die sich am Strand befinden und bei Ebbe erkennbar sind.



Bild von den Resten einer Schienensperre, die sich am Strand befinden und bei Ebbe erkennbar sind.



Bild von den Resten einer Schienensperre, die sich am Strand befinden und bei Ebbe erkennbar sind.



Bild von den Resten einer Schienensperre, die sich im Wasser befinden und bei Ebbe erkennbar sind.



Stützpunkt Tiefland:

Der Stp. Tiefland wurde nach einer Oper aus dem Jahr 1903 von Eugen d'Albert benannt und befand sich auf dem westlichen Deich bei Westkapelle zwischen dem Stp. Undine und dem W.N. Rügen. Er wurde von den Alliierten auch als W15 bezeichnet. Der Stp. Tiefland bestand aus der Marine Küsten Batterie Westkapelle mit 5 Regelbaubunkern und vier 9,4 cm Kanonen vom Typ Vickers (e) (14 km Reichweite), eine 4,7 cm Panzerabwehrkanone vom Typ Pal 187 (h), zwei 4 cm Flugabwehrkanonen vom Typ Flak 28, vier 2 cm Flugabwehrkanonen, zwei 150 cm Suchscheinwerfer und ein 60 cm Suchscheinwerfer. Stationiert war hier zuletzt die 6./ Marine Artillerie Abteilung 202. Am 01. November 1944 wurde der Stp. Tiefland durch das 41 Royal Marine Commando mit Unterstützung vom No. 5 Troop 10 (Inter-Allied) Commando eingenommen die auch hier am Strand von Landungsbooten aus gelandet sind.
 
 
Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

4x Typ 671sk Schartenstand für Geschütze auf mittlerer Sockellafette ohne Nebenräume

1x Typ M262 Leitstand für leichte Seezielbatterien


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.
 

 
Widerstandsnest Rügen:

Das W.N. Rügen wurde nach der deutschen Insel Rügen benannt und befand sich auf dem Deich nordwestlich von Westkapelle zwischen dem Stp. Tiefland und dem Stp. Misdroy. Es wurde von den Alliierten auch als W284 bezeichnet. Hier wurden insgesamt 2 Regelbaubunker gebaut. Stationiert waren hier zuletzt Soldaten von der 5./ Kompanie Grenadier-Regiment 1018. Das W.N. Rügen wurde am 01. November 1944 durch das 41 Royal Marine Commando und dem 10 (Inter-Allied) Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Tiefland.

 
Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5.0 cm KwK

1x Typ 676 Kleinstschartenstand für 4,7 cm Festungspak


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.


 
Stützpunkt Misdroy:

Der Stp. Misdroy wurde nach der polnischen Stadt Misdroy benannt und befand sich in den Dünen zwischen dem W.N. Rügen und dem W.N. Kranz. Er wurde von den Alliierten auch als W283 bezeichnet. Hier wurde insgesamt 1 Regelbaubunker gebaut. Der Stp. Misdroy wurde am 01. November 1944 durch das 41 Royal Marine Commando und dem 10 (Inter-Allied) Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom W.N. Rügen.

 
Folgender Regelbaubunker wurde hier gebaut:

1x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5.0 cm KwK


Der Regelbaubunker wurde abgerissen.



Widerstandsnest Kranz:

Das W.N. Kranz wurde nach dem ringförmigen Gesteck Kranz benannt und befand sich in den Dünen zwischen dem Stp. Misdroy und dem Stp. Swinemünde. Es wurde von den Alliierten auch als W281 bezeichnet. Hier wurden insgesamt 8 Regelbaubunker gebaut. Das W.N. Kranz wurde am 01. November 1944 durch das 41 Royal Marine Commando und dem 10 (Inter-Allied) Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Misdroy.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 143 Artillerie-Beobachtungsstand mit kleiner Artillerie-Beobachtungsturm

2x Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume

1x Typ 621 Gruppenunterstand

1x Typ 622 Doppelgruppenunterstand

1x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5cm Kw.K.

2x Typ 668 Kleinstunterstand für 6 Mann


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.



Stützpunkt Swinemünde:

Der Stp. Swinemünde wurde nach der polnischen Stadt Swinemünde benannt und befand sich in den Dünen südwestlich von Domburg zwischen dem W.N. Kranz und dem Stp. Zoppot. Er wurde von den Alliierten auch als W17 bezeichnet. Der Stp. Swinemünde beinhaltete die Marine Küsten Batterie Domburg mit vier 22 cm Kanonen vom Typ K. 532 (f) (22,8 km Reichweite), ein 15 cm S.K. L/45 Leuchtgeschütz (16,8 km Reichweite), zwei 7,5 cm Feldkanonen vom Typ F.K. 234 (b), eine 4,7 cm Panzerabwehrkanone vom Typ Pak 36 (t), eine 4,7 cm Panzerabwehrkanone vom Typ Pak 181 (f), vier 2 cm Flugabwehrkanonen, zwei 150 cm Suchscheinwerfer und zwei 60 cm Suchscheinwerfer. Hier wurde nur ein Regelbaubunker gebaut. Die Kanonen wurden in verstärkten feldmäßigen offenen Geschützstellungen aufgestellt. Des Weiteren war hier auch eine Alarm Flakbatterie mit vier 7,5 cm Flugabwehrkanonen. Stationiert war hier zuletzt die 5./ Marine Artillerie Abteilung 202. Der Stp. Swinemünde wurde am 01. November 1944 durch das 41 Royal Marine Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom W.N. Kranz.


Folgender Regelbaubunker wurde hier gebaut:

1x Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume


Der Regelbaubunker wurde abgerissen. Es sind aber noch 1 Tobruk, 3 verstärkte feldmäßige Bunker und 1 verstärkter feldmäßiger Lagerraum vorhanden.



Dieser Vf Unterkunftsbunker steht am Krommeweg bei Domburg. Er ist nicht freizugänglich, da er auf einem Privatgrundstück steht.



  Bild von der Rückseite von dem Vf Unterkunftsbunker.



In der Nähe von dem Vf Unterkunftsbunker steht diese kleiner Vf Lagerraum.



Weiteres Bild von dem kleinen Vf Lagerraum.



Dieser Vf Unterkunftsbunker steht am Babelweg in Domburg und ist verschlossen.



Weiteres Bild von dem Vf Unterkunftsbunker.



Bild von dem Tobruk Typ Vf58c. Er ist stark bewachsen und befindet sich am Babelweg in Domburg gegenüber von dem Vf Unterkunftsbunker.



Weiteres Bild von dem Tobruk vom Typ Vf58c.



Weiteres Bild von dem Tobruk vom Typ Vf58c.


Von dem dritten Vf Bunker, der sich bei dem Golfplatz von Domburg befindet, ist noch kein Foto von vorhanden.



Stützpunkt Zoppot:

Der Stp. Zoppot wurde nach der polnischen Stadt Zoppot benannt und befand sich in den Dünen bei Dombug. Er wurde von den Alliierten auch als W37 bezeichnet. Hier wurden insgesamt 7 Regelbaubunker gebaut. In dem Regelbaubunker vom Typ M152 befand sich der Gefechtsstand der Marine Artillerie Abteilung 202. Der Gefechtsstand wurde durch die 1./ Marine Artillerie Abteilung 202 betrieben. Der Stp. Zoppot wurde nach langen und schweren Kämpfen am 03. November 1944 durch die Alliierten eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Swinemünde.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 120 Artillerie-Beobachtungsstand mit Panzerturm

3x Typ 621 Gruppenunterstand

1x Typ 655 Unterstand für 6 Mann mit Munitionsraum

1x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5cm Kw.K.

1x Typ M152 Marine-Artilleriekommandostand


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.



Stützpunkt Hamster:

Der Stp. Hamster wurde nach dem Tier Hamster benannt und befand sich in den Dünen nordöstlich von Domburg zwischen dem Stp. Zoppot und dem Stp. Wien. Er wurde von den Alliierten auch als W18 bezeichnet. Hier wurden insgesamt 3 Regelbaubunker gebaut und sehr viele verstärkte feldmäßige Bunker gebaut. Davon sind nur noch wenige von vorhanden bzw. nur noch als Ruine vorhanden.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

2x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5cm Kw.K.

1x Typ 680 Schartenstand für 7,5cm Pak 40 ohne Nebenräume


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.



Bild vom Vf Garagenbunker. Er befindet sich in den Dünen und ist zugänglich.



Weiteres Bild von dem Vf Garagenbunker.


In dem Wald befindet sich auch diese Vf Bunker Ruine.



Weiteres Bild von der Vf Bunker Ruine.



Im Wald befinden sich auch Reste von 2 Y-Peilertürmen. Das Bild zeigt die Reste von dem ersten Y-Peilerturm.



Weiteres Bild von den Resten von dem ersten Y-Peilerturm.



Bild von einen der 4 Turmfüßen vom ersten Y-Peilerturm.



Das Bild zeigt die Reste von dem zweiten Y-Peilerturm.



Weiteres Bild von den Resten von dem zweiten Y-Peilerturm.



Bild von einen der 4 Turmfüßen vom zweiten Y-Peilerturm.



Im Wald befinden sich auch Reste von einer Straßensperre. Die Straßensperre bestand aus Beton, in dem Eisenbahnschienen hochkant befestigt wurden.



Weiteres Bild von den Resten der Straßensperre.



Stützpunkt Wien:

Der Stp. Wien wurde nach der österreichischen Hauptstadt Wien benannt und befand sich nordwestlich von Oostkapelle zwischen dem Stp. Hamster und dem Stp. Flensburg. Hier wurden insgesamt 3 Regelbaubunker gebaut. Des Weiteren befanden sich hier ein Funkmessgerät (Fu.M.G.) 41G Mammut I, ein Fu.M.G. 402 Wassermann (mittel), zwei Fu.M.G. 450 Freya A/N und zwei Fu.M.G. 65 Würzburg Riese. Sie wurden von Luftwaffen Soldaten von der 11./ Schwere Flugmelde-Leit-Kompanie-Luftnachrichtenregiment 211. Zum Schutz der Radaranlagen gegen feindliche Luftangriffe befanden sich hier fünf 2 cm Flugabwehrkanonen und drei 60 cm Suchscheinwerfer. Diese wurden von Luftwaffen Soldaten vom V. Zug/ 2. Kompanie/leichte Reserve Flakabteilung 847.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 676 Kleinstschartenstand für 4,7 cm Festungspak

1x Typ 680 Schartenstand für 7,5cm Pak 40 ohne Nebenräume

1x Typ L485 Unterstand für Mammut


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.



Stützpunkt Flensburg:

Der Stp. Flensburg wurde nach der deutschen Stadt Flensburg benannt und befand sich in den Dünen nördlich von Oostkapelle zwischen dem Stp. Wien und dem Stp. Johannisthal. Er wurde von den Alliierten auch als W19 bezeichnet. Hier wurden insgesamt 4 Regelbaubunker gebaut. Der Stp. Flensburg beinhaltete die Marine Küsten Batterie Oostkapelle mit sechs 9,4 cm Kanonen vom Typ Vickers (e) (14 km Reichweite), eine 7,5 cm Feldkanone vom Typ F.K. 234 (b), zwei 2 cm Flugabwehrkanonen, ein 150 cm Suchscheinwerfer und ein 90 cm Suchscheinwerfer. Von den sechs 9,4 cm Kanonen vom Typ Vickers (e) waren vier Stück in Regelbaubunker vom Typ 671 und zwei in offenen Stellungen aufgestellt. Zuletzt war hier die 4./ Marine Artillerie Abteilung 202 stationiert. Der Stp. Flensburg wurde am 07. November 1944 durch die Alliierten eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Wien.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

4x Typ 671 Schartenstand für Geschütze auf mittlerer Sockellafette ohne Nebenräume


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.



Stützpunkt Johannisthal:

Der Stp. Johannisthal wurde nach dem Berliner Ortsteil Johannisthal benannt und befand sich in den Dünen nordwestlich von Oostkapelle. Hier wurde insgesamt ein Regelbaubunker gebaut.


Folgender Regelbaubunker wurde hier gebaut:

1x Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand


Der Regelbaubunker wurde abgerissen.



Widerstandsnest Fujijama:

Das W.N. Fujijama wurde nach einem Vulkan in Japan benannt und befand sich in den Dünen nordwestlich von Vrouwenpolder zwischen dem Stp. Johannisthal und dem Stp. Emmerich. Hier wurden nur verstärkte feldmäßige Bauwerke gebaut aber kein Regelbaubunker.



Stützpunkt Emmerich:

Der Stp. Emmerich wurde nach der deutschen Stadt Emmerich benannt und befand sich in den Dünen nördlich von Vrouwenpolder zwischen dem W.N. Fujijama und dem W.N. Braunau. Hier wurden insgesamt 3 Regelbaubunker gebaut. In den 3 Regelbaubunkern wurden drei 7,5 cm Kanonen vom Typ S.K. L/40 (h) (10 km Reichweite) aufgestellt.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

3x Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen. Es sind aber noch 2 Tobruks für ein 5 cm Granatwerfer vom Typ Vf58c vorhanden.



Bild vom linken Tobruk vom Typ Vf58c.



Weiteres Bild vom linken Tobruk.



Weiteres Bild vom linken Tobruk.



Bild vom rechten Tobruk vom Typ Vf58c.


Widerstandsnest Braunau:

Das W.N. Braunau wurde nach der österreichischen Stadt Braunau benannt und befand sich in den Dünen südöstlich von Vrouwenpolder zwischen dem Stp. Emmerich und dem Stp. Fischhausen. Hier wurden nur verstärkte feldmäßige Bauwerke gebaut aber keine Regelbaubunker.



Stützpunkt Fischhausen:

Der Stp.Fischhausen wurde nach der russischen Stadt Primorsk, die bis 1946 Fischhausen hieß, benannt und befand sich in den Dünen östlich von Veere zwischen dem W.N. Braunau und dem Stp. Ostmark. Hier wurden nur verstärkte feldmäßige Bauwerke gebaut aber kein Regelbaubunker.



Stützpunkt Ostmark:

Der Stp. Ostmark wurde nach dem Gebiet Ostmark (so wurde früher Österreich von 1938-1942 bezeichnet)  benannt und befand sich bei Veere zwischen dem Stp. Fischhausen und dem W.N. Moltke. Hier wurden nur verstärkte feldmäßige Bauwerke gebaut aber keine Regelbaubunker. Hier sind noch 3 Tobruks, 3 verstärkter feldmäßige Bunker und ein Kabelschaltbrunnen vorhanden.



Bild von dem Tobruk (Ringstand für eine Kampfwagenkanone), der sich an dem Eingang zum Jachthafen von Veere befindet. Der Tobruk war lange Zeit mit Erde zugeschüttet.



Seit 2015 ist der Tobruk (Ringstand für eine Kampfwagenkanone) wieder zugänglich.



Bild von einem weiteren Tobruk für eine 5 cm Kampfwagenkanone befindet sich am Eingang zum Kanal von Walcheren in Veere. In dem Tobruk ist jetzt ein Schifffahrtssignal mit Beton befestigt.



Weiters Bild von dem Tobruk, in dem jetzt ein Schifffahrtssignal mit Beton befestigt ist.



Dieser Tobruk für eine Panzerkuppel befindet sich auf dem Nordwest Wall bei Veere.



Dieser Kabelschaltbrunnen befindet sich auch auf dem Nordwest Wall bei Walcheren.



Bild von einem Vf-Bunker, der an der Mijnsherenstraat steht.



Bild von einem Vf-Bunker, der am Kanaalweg Oostzijde steht.



Bild von dem ehemaligen Minenlager von Veere, das sich am Eingang zum Kanal von Walcheren befindet. Das Minenlager wurde 1916 für die niederländische Armee gebaut. Im 2. Weltkrieg wurde das Lager auch von den Deutschen benutzt.



Widerstandsnest Moltke:

Das W.N. Moltke wurde nach dem preußischen Generalfeldmarschall Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke benannt und befand sich in den Dünen nördlich von Kleverskerke rechts vom Stp. Ostmark. Hier wurden nur verstärkte feldmäßige Bauwerke gebaut aber keine Regelbaubunker. Hier ist noch 1 verstärkter feldmäßiger Bunker vorhanden.
 
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