verwehte-spuren
  Seefront Vlissingen
 
Widerstandsnest Fledermaus:

Das W.N. Fledermaus wurde nach der Operette "Die Fledermaus" aus dem Jahr 1874 vom Komponisten Johann Strauß (Sohn) (1825-1899) benannt. Es wurde von den Alliierten auch als W237 bezeichnet. Das W.N. Fledermaus wurde im November 1942 in den Dünen bei Groot-Valkenisse zwischen dem Stp. Lohengrin und dem W.N. Carmen ausgebaut und bildete den Übergang vom Verteidigungsbereich Seefront Vlissingen zur Landfront Vlissingen. Hier wurden 3 verschiedene Regelbaubunker gebaut, wovon einer nicht genau bekannt ist. Des Weiteren wurden zur Seeseite 1 Tobruk vom Typ 58c Ringstand für M.G. und 1 Tobruk mit einer französischen Panzerkuppel gebaut. Auch 1 Munitionslagerraum gebaut aus Ziegelsteinen und einer Betondecke (4,50 m x 3,20 m und Wand- & Dachdicke 30 cm) und 2 Brunnen zur Trinkwasserversorgung wurden hier errichtet. Da es sich in diesem Bereich um ein Trinkwassergewinnungsgebiet handelte, wurde das erste Stück der Landfront bis zum Panzergraben mit Höckerhindernissen bebaut. Da man das Risiko nicht eingehen wollte, dass das Brachwasser aus dem Panzergraben das Trinkwasser verschmutzt. So wurde sichergestellt, dass im Verteidigungsbereich Vlissingen genug Trinkwasser vorhanden war. Die Höckerhindernisse (auch bezeichnet als Drachenzähne) wurden in 3 Reihen nebeneinander gebaut. Die Reihen waren unterschiedlich hoch. Vor der ersten Höckerreihe befanden sich 3 Reihen hintereinander schräg nach oben in Beton befestigte Schienen. Insgesamt hatte die Sperre eine Breite von 9 m. Die Sperre wurde zusätzlich durch Stacheldraht, Tschechenigel und einem Minenfeld, das mit dem Namen Aster 15 bezeichnet wurde, mit Panzerabwehrminen und Antipersonenminen verstärkt. Im W.N. Fledermaus waren zuletzt deutsche Soldaten vom I. Bataillon 2. Kompanie Grenadier-Regiment 1019 und Soldaten von der I. Abteilung 3. Kompanie Festungsstammtruppen LXXXIX untergebracht.

Am 02. November 1944 gegen Mittag wurde das Widerstandsnest durch das 47 Royal Marine Commando eingenommen. Sie nährten sich dem W.N. Fledermaus aus Richtung Zoutelande kommend. Dabei wurden vom Q Troop Sergeant John Edward Puddick (21 Jahre) durch einen deutschen Scharfschützen getötet. Danach wollte sich ein deutscher Scharfschütze in seinem Schützengraben ergeben. Als sich der führende Lieutenant Alexander John Thomson dem Schützengraben nährte, eröffnete der deutsche Scharfschütze plötzlich das Feuer. Dabei wurde Lieutenant Alexander John Thomson am Hals durch eine Schusswunde verletzt. Der deutsche Scharfschütze wurde sofort durch einen Commandosoldaten erschossen. Im Anschluss übernahm Lieutenant Ian William Adam die Führung von Lieutenant Alexander John Thomson. Sergeant John Edward Puddick hat seine letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom Feld 5 Reihe B Grab 1 erhalten.

Des Weiteren sollte am 02. November 1944 gegen 21:00 Uhr der Heavy Weapons Troop einige Mörser zur Feuerunterstützung in der Nähe von den Höckerhindernissen aufstellen. Dabei wurde der Corporal Charles Stephen Ripiner (23 Jahre) durch einen deutschen Scharfschützen tödlich getroffen. Corporal Charles Stephen Ripiner hat seine letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom Feld 5 Reihe B Grab 5 erhalten.

Am 03. November 1944 kam es in der Nähe von den Höckerhindernissen zu einem tragischen Unfall. Der Marine James 'Joe' Muir (22 Jahre) vom HQ Troop fuhr mit einem M29 Weasel auf eine Mine und war dadurch auf der Stelle tot. Marine James 'Joe' Muir hat seine letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom Feld 5 Reihe B Grab 8 erhalten.

Der Sanitätsoffizier Captain John Oldroyd Forfar vom Royal Army Medical Corps und dem 47 Royal Marine Commando zugeteilt war, richtete in der Nähe von den Höckerhindernissen seinen Regimental Aid Post (Truppenverbandplatz) ein. Von dem Truppenverbandplatz wurden die Verletzten nach Zoutelande zum Casualty Clearing Post (Feldlazarett) gebracht. Das Feldlazarett wurde in einer Schule durch die 17 Canadian Light Field Ambulance eingerichtet.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 621 Gruppenunterstand
(Bunkernummer: Vlissingen 01-1)

1x Typ 630 MG Schartenstand (60°) (wahrscheinlich oder Typ 623 oder Typ 624)
(Bunkernummer: Vlissingen 01-3)

1x Typ 631 Schartenstand für 4,7cm Festungspak
(Bunkernummer: Vlissingen 01-2)


Regelbaubunker vom Typ 621 Gruppenunterstand:

Der Regelbaubunker vom Typ 621 Gruppenunterstand befindet sich tief unter dem Dünensand. Er war 9,80 m lang und 9,70 m breit und die Bunkernummer lautete Vlissingen 01-1. Neben den 2 Eingängen befanden sich 2 weitere Räume (1x Gasschleuse und 1x Bereitschaftsraum für 9 Mann) in dem Bunker. Des Weiteren hatte der Bunker einen offenen Beobachtungsposten (auch Tobruk genannt). Mithilfe eines Periskops konnte die Besatzung von innen das Gebiet um den Bunker beobachten. Kein Foto vom Bunker vorhanden.


Regelbaubunker vom Typ 630 MG Schartenstand (60°):

Vermutlich wurde im W.N. Fledermaus auch ein Regelbaubunker vom Typ 630 MG Schartenstand (60°) oder Typ 623 oder Typ 624 gebaut. Die Bunkernummer lautete Vlissingen 01-3, er ist 10,17 m lang und 13,00 m breit. Neben dem Eingang und der Gasschleuse befanden sich 4 weitere Räume (1x Eingangsverteidigung, 1x Bereitschaftsraum für 6 Mann, 1x Munitionsraum und 1x Gefechtsraum) in dem Bunker. Der Bunker hatte auch einen Notausgang und einen offenen Beobachtungsposten (auch Tobruk genannt). In dem Gefechtsraum befand sich hinter einer doppelten 20 cm dicken Panzerplatte ein schweres Maschinengewehr. Die Besatzung von dem Bunker bestand aus 1 Unteroffizier und 5 Soldaten. Sie waren im Bereitschaftsraum untergebracht. Mithilfe eines Periskops konnte die Besatzung von innen das Gebiet um den Bunker beobachten. Der Bunker befindet sich tief unter dem Dünensand. Kein Foto vom Bunker vorhanden.


Regelbaubunker vom Typ 631 Schartenstand für 4,7cm Festungspak:

Der Regelbaubunker vom Typ 631 Schartenstand für 4,7 cm Festungspak befindet sich ebenfalls tief unter dem Dünensand. Die Bunkernummer lautete Vlissingen 01-2. Er ist 11,40 m lang und 14,00 m breit. Neben dem Eingang und der Gasschleuse befanden sich 4 weitere Räume (1x Eingangsverteidigung, 1x Bereitschaftsraum für 6 Mann, 1x Munitionsraum und 1x Gefechtsraum) in dem Bunker. Der Bunker hat auch einen Notausgang und einen offenen Beobachtungsposten (auch Tobruk genannt). In dem Gefechtsraum befand sich eine 4,7 cm Festungspak 36 (t) mit einer Reichweite von 5,8 km. Die Kanone konnte 15 bis 20 Schüsse in der Minute abfeuern. Vor der Schießscharte befand sich eine 3 m tiefer Grube, damit der Feind keine Sprengladung von außen anbringen konnte. In der Grube wurden auch die verschossenen Hülsen geworfen. Im Munitionsraum konnte man 1000 Schuss für die 4,7 cm Festungspak 36 (t) lagern. Die Besatzung von dem Bunker bestand aus 1 Unteroffizier und 6 Soldaten. Sie waren im Bereitschaftsraum untergebracht. Mithilfe eines Periskops konnte die Besatzung von innen das Gebiet um den Bunker beobachten. Kein Foto vom Bunker vorhanden.


Alle 3 Regelbaubunker und die beiden Tobruks sind tief unter dem Sand vergraben. Vom Minenfeld Aster 15 konnten 192 Minen bis heute noch nicht geräumt werden, da sie zu tief unter dem Sand liegen. Ein Teil der Höckerhindernisse ist noch vorhanden. Des Weiteren befindet sich an dieser Stelle eine Informationstafel.



Blick auf die 3 Reihen Höckerhindernisse Richtung Norden zum Panzergraben.



Blick auf die 3 Reihen Höckerhindernisse Richtung Süden zu den Dünen.



Bild von der Informationstafel, die neben dem Fahrradweg (Zoutelande nach Dishoek) bei den Höckerhindernissen steht. Auf der Informationstafel befindet sich eine Lageskizze und ein Foto von dem W.N. Fledermaus das nach Kriegsende aufgenommen wurde. Auf dem Foto sieht man auch den Regelbaubunker vom Typ 631.


Auf der Informationstafel steht folgendes:

Het Widerstandsnest Fledermaus

Het steunpunt 'Fledermaus' in de duinen van Klein-Valkenisse vormde
de eerste schakel van het Landfront Vlissingen en is vernoemd naar een
opera van Richard Wagner. De stelling kon de drakentandversperring
onderaan de duinvoet met vuur bestrijken. Hiertoe was in de stelling
een geschutskazemat aanwezig met een antitankkanon dat flankerend
over de versperring vuurde. De versperring zelf was opgebouwd uit
meerdere rijen betonpiramides en had tot doel geallieerde tanks te
stoppen. Er werd hier voor een betonnen versperring gekozen om te
voorkomen dat het brakke water van de tankgracht het nabijgelegen
waterwingebied van Valkenisse zou besmetten. Deze voorziening was
voor de Duitsers van groot belang om de vesting gedurende een beleg
van drinkwater te kunnen voorzien. Aan de buitenzijde van de
drakentandversperring werden extra versperringen geplaatst zoals
stalen Tsjechische 'egels'. Verder waren er omvangrijke mijnenvelden
aangelegd. Al deze hindernissen moesten er voor zorgen dat de
toegang tot de vesting bemoeilijkt werd.

Na de oorlog zijn zowel de bunkers van het steunpunt Fledermaus als
de drakentanden grotendeels onder het zand verdwenen.


Landfront Vlissingen

Vlissingen was gedurende de Tweede Wereldoorlog een belangrijke
positie en werd krachtig uitgebouwd als onderdeel van de Duitse
verdedigingslinie 'Atlantikwall'. Om de vesting te beschermen tegen
aanvallen in de rug werd er aan de landzijde van de stad een
verdedigingsgordel aangelegd. Dit zogeheten Landfront bestond uit
een kilometerslange tankgracht met daarachter tientallen kazematten
voor mitrailler en antitankgeschut. De linie begon in het westen in de
duinen van Groot-Valkenisse en liep over Koudekerke naar het Kanaal
door Walcheren. Aan de oostelijke zijde van het kanaal vervolgde het
Landfront haar weg in de richting van Ritthem waar de linie in de
Schorerpolder bij het Fort Rammekens eindigde. Het grootste deel van
het Landfront is behouden.

U bent van harte welkom!
Bezoeken van de bunkers is op eigen risico.

        Stichting Bunkerbehoud                                                              GEMEENTE VEERE

PROJECT MET FINANCIELE STEUN
VAN DE EUROPESE UNIE
                                                    


Organisation Todt Lager Jena:

Hinter den Dünen bei Valkenisse zwischen dem W.N. Fledermaus und dem W.N. Carmen befand sich ein Barackencamp der Organisation Todt (O.T.) für 261 Arbeiter, die für den Bau der Bunker auf Walcheren eingesetzt wurden. Das Barackencamp wurde auch als Lager Jena bezeichnet. Zum Schutz bei Luftangriffen wurden im Camp 2 gleiche Luftschutzbunker gebaut. Sie wurden aus Ziegelsteinen gebaut und sind 18,20 Meter lang und haben jeweils 3 Eingänge. Das Lager Jena wurde im Juni 1944 geschlossen. Die beiden Luftschutzbunker und einige Fundamente von den Baracken sind das Einzige, was noch von dem Barackencamp vorhanden ist. Sie befinden sich hinter einer Informationstafel, die neben dem Fahrradweg der von Zoutelande nach Dishoek führt steht.



Bild von einem der beiden Luftschutzbunker von außen. Die beiden Luftschutzbunker sind stark bewachsen. Rechts auf den Foto ist ein Eingang erkennbar.



Bild von einem Eingang vom Luftschutzbunker. Im Sommer ist das Betreten erlaubt jedoch auf eigene Gefahr und im Winter sind hier Fledermäuse untergebracht.



Bild vom Inneren der Luftschutzbunker.



Weiteres Bild vom Inneren der Luftschutzbunker.



Bild von der Informationstafel, die neben dem Fahrradweg von Zoutelande nach Dishoek steht. Auf der Informationstafel befinden sich auch ein Grundriss von den Luftschutzbunkern und eine Lageskizze abgebildet.


Auf der Informationstafel steht folgendes:

Landfront Vlissingen

Vlissingen was gedurende de Tweede Wereldoorlog een belangrijke
positie en werd krachtig uitgebouwd als onderdeel van de Duitse
verdedigingslinie 'Atlantikwall'. Om de vesting te beschermen tegen
aanvallen in de rug werd er aan de landzijde van de stad een
verdedigingsgordel aangelegd. Dit zogeheten Landfront bestond uit
een kilometerslange tankgracht met daarachter tientallen kazematten
voor mitrailler en antitankgeschut. De linie begon in het westen in de
duinen van Groot-Valkenisse en liep over Koudekerke naar het Kanaal
door Walcheren. Aan de oostelijke zijde van het kanaal vervolgde het
Landfront haar weg in de richting van Ritthem waar de linie in de
Schorerpolder bij het Fort Rammekens eindigde. Het grootste deel van
het Landfront is behouden.


Het Widerstandsnest Carmen en het barakkenkamp

Ter ondersteuning van het Landfront tussen Valkenisse en Koudekerke was in de duinen
van Klein-Valkenisse een infanteriereserve ondergebracht. Deze stelling was bekend onder
de naam Carmen, naar de opera van Georges Bizet en werd in 1942-1943 gebouwd. Het
complex bestond uit zeven bomvrije bunkers, waaronder woonbunkers voor totaal 80
manschappen, een gewondenverzamelplaats en een artilleriewaarnemingspost.

Onderaan de duinvoet van Valkenisse werd een barakkenkamp neergezet om de vele
bunkerbouwers onder te brengen. Dit kamp met een capaciteit van 261 man behoorde tot
het Duitse staatsbouwbedrijf de Organisation Todt (de O.T.) en werd aangeduid als Lager
Jena. Toen in de nazomer van 1942 de bunkerbouw in het kader van de Atlantikwall serieus
ter hand werd genomen, arriveerden snel grote aantallen werknemers die hun intrek namen
in de kampen. Naast de legering had dit kamp een keuken, sanitaire voorzieningen en een
administratiegebouw. Voor de personele bescherming bij luchtaanvallen zijn in het kamp twee
schuilkelders uit metselwerk opgetrokken.

Na de oorlog werd het barakkenkamp al snel gesloopt en verdween het steunpunt Carmen
al snel onder het duinzand en de begroeiing. Heden ten dage is Carmen grotendeels bewaard
gebleven, edoch verzand. Van het O.T.-kamp resteren slechts de fundamenten van de verschillende
barakken, alsmede deze twee intacte schuilkelders. Een ander behouden bouwwerk is een
telefoonschakelpost die de kabelverbindingen van de steunpunten Carmen en Fledermaus en het
barakkenkamp richting Vlissingen en Zoutelande verzorgde.


U bent van harte welkom!
Bezoeken van de bunkers is op eigen risico.

        Stichting Bunkerbehoud                                                              GEMEENTE VEERE

PROJECT MET FINANCIELE STEUN
VAN DE EUROPESE UNIE



Widerstandsnest Carmen:

Das W.N. Carmen wurde nach einer Oper aus dem Jahr 1875 vom französischen Komponisten Georges Bizet (1838-1875) benannt und befand sich in den Dünen bei Klein-Valkenisse zwischen dem W.N. Fledermaus und dem Stp. Fidelio. Es wurde von den Alliierten auch als W238 bezeichnet. Nördlich vom W.N. Carmen befand sich das Ausbildungslager Valkenisse und östlich davon die wichtige Wasserpumpstation, die Vlissingen mit Wasser versorgte. Im September 1942 wurden hier die ersten Regelbaubunker gebaut. Im W.N. Carmen wurden insgesamt 7 Regelbaubunker und eine Kabelschaltstelle (Kss.) (5,40 m x 4,90 m) gebaut. Des Weiteren wurden zur Seeseite 1 Tobruk vom Typ 58c  Ringstand für M.G., 1 Tobruk mit einer französischen Panzerkuppel vom Somua Panzer mit einer 3,7 cm Kw.K. 144 (f) und eine Betonstellung (4,80 m x 4,80 m) für eine Panzerabwehrkanone vom Typ 5 cm Kampfwagenkanone 40 (L/42) gebaut. Zur Landseite wurde 1 weiterer Tobruk vom Typ 58c Ringstand für M.G. und 1 Tobruk für ein 8 cm Granatwerfer gebaut. Auch 3 Lebensmittellagerräume gebaut aus Ziegelsteinen (7,40 m x 3,30 m und einer Wanddicke von 33 cm) und 2 Lagerräume gebaut aus Beton wurden hier errichtet. Zur Trinkwasserversorgung befanden sich auch 3 Brunnen im W.N. Carmen. An der Landseite vom W.N. Carmen befand sich auch ein Minenfeld, das als Condor 2 bezeichnet wurde. Die Bunker waren mit Schützengräben verbunden und das W.N. wurde mit vielen Stacheldrahtsperren abgesichert. Die Bunker boten für 80 Infanteriereserve Soldaten eine Unterkunft. Zuletzt waren hier deutsche Soldaten vom I. Bataillon 2. Kompanie Grenadier-Regiment 1019 und Soldaten von der I. Abteilung 3. Kompanie Festungsstammtruppen LXXXIX untergebracht. Das W.N. Carmen wurde nach schweren Kämpfen am 02. November 1944 durch das 47 Royal Marine Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom W.N. Fledermaus.

Ursprünglich war das W.N Carmen als Stp. Carmen mit 5 Regelbaubunkern geplant. Hier sollten 1x Typ 143, 2x Typ 501 und 2x Typ 502 gebaut werden.

Als sich der Q Troop und der X Troop am 02. November 1944 dem W.N. Carmen nährten, kamen sie unter heftiges Gewehr- und Maschinengewehrfeuer. Kurz danach folgte heftiger Mörserbeschuss. Durch den Mörserbeschuss wurden insgesamt 12 Commando Soldaten getötet und weitere 13 Commando Soldaten zum Teil schwer verwundet. Sie gehörten alle zum Q Troop.

Folgende Commando Soldaten sind durch den Mörserbeschuss gefallen und haben ihre letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom erhalten:

Marine Albert Stanley Davies (23 Jahre) Grabplatz Feld 5 Reihe C Grab 7
Marine Martin Derrick (20 Jahre) Grabplatz Feld 6 Reihe B Grab 6
Marine Andrew Duke (25 Jahre) Grabplatz Feld 6 Reihe B Grab 7
Corporal Edward James Evans (19 Jahre) Grabplatz Feld 5 Reihe B Grab 2
Marine Dennis Fee (20 Jahre) Grabplatz Feld 6 Reihe B Grab 11
Lance-Corporal William Robert Dennis Fletcher (19 Jahre) Grabplatz Feld 5 Reihe B Grab 7
Lance-Corporal Maurice Herbert Grimsdell (21 Jahre) Grabplatz Feld 6 Reihe A Grab 1
Marine Alan Longden (20 Jahre) Grabplatz Feld 5 Reihe C Grab 8
Lance-Corporal Francis Nicholl (21 Jahre) Grabplatz Feld 6 Reihe B Grab 9
Marine Harry Payne (23 Jahre) Grabplatz Feld 6 Reihe B Grab 10
Marine Robert Alan Pettit (20 Jahre) Grabplatz Feld 5 Reihe B Grab 11
Troop Sergeant-Major William James Clement Spear (26 Jahre) Grabplatz Feld 6 Reihe A Grab 11

Bei dem Versuch die vielen Verwundeten zu bergen wurde Sergeant Robert Edward Webb (22 Jahre) durch eine Kugel getötet. Er gehörte zum X Troop. Sergeant Robert Edward Webb hat seine letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom Feld 6 Reihe A Grab 4 erhalten.

Des Weiteren wurde Marine Joseph Fawcett (20 Jahre) durch mehrere Kugeln verwundet. Daran verstarb er am 07. November 1944. Er gehörte zum Q Troop. Marine Joseph Fawcett hat seine letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Oostende Feld 9 Reihe 7 Grab 13 erhalten.

Als später der Y Troop weiter vorrücken wollte, kam dieser unter Artilleriebeschuss. Vermutlich handelte sich dabei um die eigene Artillerie, die von Breskens aus geschossen hat. Durch den Artilleriebeschuss sind 3 Commando Soldaten gefallen und 7 Commando Soldaten verwundet worden. Sie gehörten alle zum Y Troop.

Folgende Commando Soldaten sind durch den Artilleriebeschuss gefallen und haben ihre letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom erhalten:

Sergeant Reginald Herbert Ronald (22 Jahre) Feld 5 Reihe C Grab 4
Corporal James Unsworth (21 Jahre) Feld 5 Reihe B Grab 6
Marine George McLeod Wilson (23 Jahre) Feld 6 Reihe A Grab 2

Sergeant Robert Frederick Rackham (29 Jahre) vom B Troop gilt seit dem 02. November 1944 als vermisst. Vermutlich kam er bei den Kämpfen um das W.N. Carmen ums Leben.
 


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 134S Verwundetesammelstelle
(Bunkernummer: Vlissingen 01-4)

1x Typ 143 Artillerie-Beobachtungsstand mit kleiner Artillerie-Beobachtungsturm
(Bunkernummer: Vlissingen 01-10)

1x Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand
(Bunkernummer: Vlissingen 01-9)

1x Typ 502 Doppelgruppenunterstand
(Bunkernummer: Vlissingen 01-8)

1x Typ 621 Gruppenunterstand
(Bunkernummer: Vlissingen 01-5)

2x Typ 622 Doppelgruppenunterstand
(Bunkernummer: Vlissingen 01-6 & Vlissingen 01-7)


Regelbaubunker vom Typ 134S Verwundetensammelstelle:

Der Regelbaubunker vom Typ 134S Verwundetensammelstelle ist stark zugewachsen. Er ist 11,70 m lang und 10,80 m breit und die Bunkernummer lautete Vlissingen 01-4. Neben den 2 Eingängen befanden sich 2 weitere Räume (2x Raum für Verwundete) in dem Bunker.



Bild vom Regelbaubunker vom Typ 134S. Blick auf den rechten Eingang.



Weiteres Bild vom Typ 134S. Blick vom rechten Eingang in den Bunker.


Regelbaubunker vom Typ 143 Artillerie-Beobachtungsstand mit kleiner Artillerie-Beobachtungsturm:

Der Regelbaubunker vom Typ 143 wurde abgerissen. Er war 13,60 Meter lang und 9,00 m breit und die Bunkernummer lautete Vlissingen 01-10. Neben dem Eingang und der Gasschleuse befanden sich im Bunker 4 weitere Räume (1x Eingangsverteidigung, 1x Bereitschaftsraum für 6 Mann, 1x Raum für die Verarbeitung von Zielinformationen und 1x gepanzerte Beobachtungskuppel) und ein Notausgang. Der Bunker stand auf einer der höchsten Dünen von Walcheren. Von dort hat man einen sehr weiten und schönen Ausblick über die Westerschelde und Walcheren. Deshalb wurde hier der Beobachtungsbunker gebaut. Er hatte eine Stahlkuppel, in der man ein Periskop von unten hochschieben konnte. So konnte man das Umfeld beobachten und Ziele erkennen und zuweisen. Von diesem Bunker wurden die Geschütze im Hinterland von Walcheren geleitet. Kein Foto vom Bunker vorhanden.


Regelbaubunker vom Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand:

Der Regelbaubunker vom Typ 501 ist stark zugewachsen. Er ist 9,90 m lang und 9,00 m breit und die Bunkernummer lautete Vlissingen 01-9. Neben der Gasschleuse befanden sich noch 1 Bereitschaftsraum für 9 Mann und ein Notausgang in dem Bunker. Kein Foto vom Bunker vorhanden.


Regelbaubunker vom Typ 502 Doppelgruppenunterstand:

Der Regelbaubunker vom Typ 502 ist stark zugewachsen. Er ist 14,80 m lang und 9,50 m breit und die Bunkernummer lautete Vlissingen 01-8. Der Bunker hat 2 Eingänge und neben der Gasschleuse befanden sich noch 3 weitere Räume (2x Bereitschaftsraum für 9 Mann und 1x Vorratsraum) in dem Bunker. Kein Foto vom Bunker vorhanden.


Regelbaubunker vom Typ 621 Gruppenunterstand:

Der Regelbaubunker vom Typ 621 Gruppenunterstand ist etwas zugewachsen. Er ist 9,80 m lang und 9,70 m breit und die Bunkernummer lautete Vlissingen 01-5. Neben den 2 Eingängen befanden sich 2 weitere Räume (1x Gasschleuse und 1x Bereitschaftsraum für 9 Mann) in dem Bunker. Des Weiteren hat der Bunker einen offenen Beobachtungsposten (auch Tobruk genannt). Mithilfe eines Periskops konnte die Besatzung von innen das Gebiet um den Bunker beobachten.



Bild von der Eingangsseite vom Regelbaubunker vom Typ 621.



Blick auf eine der beiden Eingangsverteidigungsschießscharten.



Der Bunker ist voll mit Dünensand.


Regelbaubunker vom Typ 622 Doppelgruppenunterstand:

Von den beiden Regelbaubunkern vom Typ 622 ist einer leicht und einer stark zugewachsen. Sie sind 12,60 m lang und 11,50 m breit und die Bunkernummern lauteten Vlissingen 01-6 und Vlissingen 01-07. Die Bunker haben 2 Eingänge und neben der Gasschleuse befanden sich 2 weitere Räume (2x Bereitschaftsraum für 9 Mann) in den Bunkern. Des Weiteren hat der Bunker einen offenen Beobachtungsposten (auch Tobruk genannt). Kein Foto von den beiden Bunkern vorhaben.


Alle Regelbaubunker sind noch vorhanden, bis auf den Regelbaubunker vom Typ 143 der wurde abgerissen. Die Kabelschaltstelle und 1 Tobruk vom Typ 58c sind auch noch vorhanden. Auch einige der Lagerräume, die aus Ziegelsteinen gebaut wurden, sind noch vorhanden. Die Regelbaubunker, Lagerräume und der Tobruk sind aber nicht zugänglich, da sie sich in den Dünen befinden, die nicht betreten werden dürfen außerhalb der Wege. Die Kss. ist zugänglich.



Bild vom Tobruk vom Typ 58c Ringstand für M.G.. Dieser befindet sich oben auf den Dünen und ist deshalb nicht zu besichtigen.



Weiteres Bild von dem Tobruk vom Typ 58c Ringstand für M.G..



Weiteres Bild von dem Tobruk vom Typ 58c Ringstand für M.G..



Bild von der Kabelschaltstelle (Kss.). Die Kss. war früher als Haus getarnt. An der Rückwand sind noch aufgemalte Fensterrahmen erkennbar.



Blick in die Kabelschaltstelle.



Stützpunkt Fidelio:

Der Stp. Fidelio wurde nach einer Oper aus dem Jahr 1805 von Ludwig van Beethoven benannt. Er war auch bekannt unter den Namen Batterie Knorr und befand sich in den Dünen bei Dishoek. Er wurde von den Alliierten auch als W11 bezeichnet und bestand aus der Marine Küsten Batterie Dishoek mit insgesamt 20 Regelbaubunkern und vier 15 cm Kanonen vom Typ S.K. L/45 (16,8 km Reichweite), zwei 7,5 cm Feldkanonen vom Typ F.K. 234 (b), zwei 2 cm Flugabwehrkanonen und ein 150 cm Suchscheinwerfer. Stationiert war hier die 8./ Marine Artillerie Abteilung 202. Vorher befand sich hier eine niederländische Küsten Batterie, von der die Deutschen später auch einige Bunker benutzten. Der Stp. Fidelio wurde am 03. November 1944 durch das 47 Royal Marine Commando nach sehr schweren Kämpfen eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom W.N. Carmen.

Als sich am 02. November 1944 gegen 19:45 Uhr der Y Troop und der A Troop der Suchscheinwerferposition nährten, wurde Company Sergeant-Major Harold Henry Plank (26 Jahre) und kurz danach auch Marine Duncan Ferguson McGregor (20 Jahre) durch einen deutschen Scharfschützen tödlich getroffen. Beide gehörten zum A Troop. Sie haben beide ihre letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom erhalten. Company Sergeant-Major Harold Henry Plank Feld 5 Reihe A Grab 3
Marine Duncan Ferguson McGregor Feld 6 Reihe B Grab 12

Des Weiteren wurde Lieutenant Michael George Hurrell Style (32 Jahre) vom Suffolk Regiment und dem A Troop vom 47 Royal Marine Commando unterstellt war durch eine Handgranate getötet. Er hat seine letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom Feld 6 Reihe A Grab 6 erhalten. 

Marine Anthony Turner (22 Jahre) wurde bei den Kämpfen um den Stp. Fidelio durch eine Kugel verwundet. Daran verstarb er am 04.11.1944. Er hat seine letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom Feld 6 Reihe A Grab 5 erhalten.

Am Abend wurde Lance-Corporal Joseph Buchanan (20 Jahre) durch deutsches Maschinengewehrfeuer getötet. Er gehörte zum X Troop. Er hat seine letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom Feld 6 Reihe A Grab 3 erhalten.

Am 03. November 1944 wurde bei den Kämpfen um den Stp. Fidelio Marine John Flannagan getötet. Er gehörte zum X Troop. Er hat seine letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom Feld 5 Reihe D Grab 12 erhalten.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 134 Munitionsunterstand I

2x Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand

2x Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume

5x Typ 622 Doppelgruppenunterstand

1x Typ FL242 Einheitsstand für leichte und mittlere Flak

1x Typ L430A Unterstand für Flakscheinwerfer 150/200cm mit Unterstellraum

1x Typ M120 Leitstand für eine 17cm Batterie

2x Typ M145 Munitionsauffüllraum für Mittelbaterien

1x Typ M159 Gefechtsverbandplatz

4x Typ M170 Geschützschartenstand (90°)


Vorhanden sind noch 1x Typ 134, 1x Typ 501, 3x Typ 622, 2x Typ M145, 1x Typ M159 und ein niederländischer Bunker. Die restlichen Regelbaubunker wurden alle abgerissen. Des Weiteren sind noch von der alten niederländischen Küstenbatterie ein Munitionsbunker und ein Lagerraum vorhanden. Die noch vorhandenen Bunker sind nicht zu besichtigen da sie alle auf Privatgrundstücken oder in den Dünen stehen.


Regelbau Bunker vom Typ M120 Leitstand für eine 17cm Batterie:

Der Regelbau Bunker vom Typ M120 Leitstand für eine 17cm Batterie wurde im April 1943 gebaut und zwischen 1959 bis 1961 abgerissen. Der Bunker wurde im westlichen Bereich der Küstenbatterie gebaut und für den Bau wurden 1.400 m³ Beton benötigt. Er war 23,55 m x 16,60 m groß und 8,00 m hoch und hatte 2 Beobachtungskuppeln aus Stahl, da drunter befanden sich die Winkelmessgeräte. Des Weitern befand sich in einem überdachten Beobachtungsraum ein Abstandsmesser. Neben dem Eingang und den Notausgang befanden sich 8 weitere Räume (1x Eingangsverteidigung, 1x Gasschleuse, 1x Bereitschaftsraum für 12 Mann, 1x Raum für Ofen, 1x Waschraum und 2 Toiletten, 1x Luftfilterraum, 1x Funkraum, 1x Raum für die Verarbeitung der Zieldaten) in dem Bunker. Kein Foto vom Bunker vorhanden.


Regelbau Bunker vom Typ 134 Munitionsunterstand I:

Der Regelbau Bunker vom Typ 134 Munitionsunterstand I ist stark zugewachsen. Er steht rechts in der Nähe vom Typ M159 und für den Bau wurden 490 m³ Beton benötigt. Der Bunker ist 10,80 m x 11,10 m groß und seine Bunkernummer lautete Vlissingen 02-22. Der Bunker hat 2 Eingänge und in dem Bunker befanden sich 2 Lagerräume für Munition. Im linken Lagerraum für Munition sind Beschädigungen von einem Bombardement sichtbar. Der Bunker wurde nach dem 2. Weltkrieg durch die niederländische Marine genutzt. Die niederländische Marine hat links neben dem Bunker einen Fahrzeugabstellplatz aus Beton gebaut. Seit einigen Jahren ist der Bunker in Privatbesitz und nur mit dem Besitzer zu besichtigen. Die Eingänge sind verschlossen.


Bild von dem linken Eingang vom Typ 134. Der Fahrzeugabstellplatz wurde durch die niederländische Marine nach dem 2. Weltkrieg gebaut.



Bild von der Bunkernummer.



Blick vom linken Eingang zum rechten Eingang.



Bild vom linken Lagerraum für Munition. An der linken Wand sind Beschädigungen von einem Bombardement erkennbar.



Bild vom rechten Lagerraum für Munition.


2x Regelbaubunker vom Typ M145 Munitionsauffüllraum für Mittelbaterien:

Die beiden Regelbaubunker vom Typ M145 Munitionsauffüllraum für Mittelbatterien wurden vom Februar bis März 1943 gebaut. Sie sind 18,50 m x 17,70 m groß und für den Bau von jedem Bunker wurden 1.450 m³ Beton benötigt. Neben den 2 Eingängen befanden sich 5 weitere Räume (2x Raum für Granaten, 1x Raum für Kartuschen, 2x Munitionslagerraum) in dem Bunker. In dem Bunker konnten insgesamt 1.952 Granaten, 123 Leuchtgranaten, 1.188 Kartuschen, 1.200 Zünder, 1.120 Anzünderladungen und 12.000 2 cm Flak-Munition gelagert werden. Die beiden Bunker sind zusammen mit dem Bunker im Kernwerk Vlissingen die Einzigen noch vorhanden Bunker von diesem Typ in den Niederlanden. Die beiden Bunker wurden nach dem 2. Weltkrieg durch die niederländische Marine genutzt. Seit einigen Jahren sind die beiden Bunker in Privatbesitz und nur mit dem Besitzer zu besichtigen. Die Eingänge sind verschlossen.


1. Regelbaubunker vom Typ M145:

Bild vom linken Eingang vom 1. Regelbaubunker vom Typ M145. Der rechte Eingang vom Bunker ist verschlossen. Der Bunker steht rechts in der Nähe vom Regelbaubunker vom Typ 134.



Bild vom angemauerten Raum. Dieser wurde nach dem 2. Weltkrieg von der niederländischen Marine an dem Bunker angebaut.



Bild vom linken Eingang.



Bild vom linken Lagerraum für Granaten.



Weiteres Bild vom linken Lagerraum für Granaten.



Bild vom Lagerraum für Kartuschen.



Weiteres Bild vom Lagerraum für Kartuschen. Auf dem Boden sind Bunkermodelle von der Küstenbatterie ausgestellt.



Bild vom rechten Lagerraum für Granaten.



Bild vom Munitionslagerraum.



Bild von einer Beschriftung an der Bunkermauer. "Rauchen Verboten Sperrmunition"



Bild von einer Beschriftung an der Bunkermauer. "Sprgr.m.Kz" (Sprenggranate mit Kopfzünder)



Bild von einer Beschriftung an der Bunkermauer. "Sprgr.m.Bz" (Sprenggranate mit Bodenzünder)


2. Regelbau Bunker vom Typ M145:

Bild vom 2. Regelbaubunker vom Typ M145. Er steht rechts neben dem 3. Bunker vom Typ 622.



Weiteres Bild vom 2. Regelbaubunker vom Typ M145.



Bild von der Eingangsseite vom 2. Regelbaubunker vom Typ M145. Der Bunker wurde durch Sprengversuche nach dem 2. Weltkrieg beschädigt.



Bild vom linken Eingang.



Bild vom linken Eingangsbereich.



Bild vom rechten Eingang.



Bild vom rechten Lagerraum für Granaten.



Weiteres Bild vom rechten Lagerraum für Granaten.



Bild vom Lagerraum für Kartuschen.



Bild vom Munitionslagerraum.



Bild von einer Beschriftung an der Bunkermauer. "Gef-Ldg" (Gefechtsladung)



Bild von einer Beschriftung an der Bunkermauer. Links: "Sprgr.m.Kz" (Sprenggranate mit Kopfzünder) Rechts: "Sprgr.m.LG" (Sprenggranate mit Leuchtgeschoss)



Bild von einer Beschriftung an der Bunkermauer. "L-G" (Leuchtgeschoss)


Regelbaubunker vom Typ M159 Gefechtsverbandplatz:

Der Regelbaubunker vom Typ M159 Gefechtsverbandplatz ist ein äußerst seltener Regelbaubunker. Dieser hier ist der Einzige von dem Typ, der noch in den Niederlanden vorhanden ist. Der Bunker ist 16,00 m x 12,80 m groß und für den Bau dieses Bunkers wurden 1000 m³ Beton benötigt. Er hat 2 Eingänge und neben der Gasschleuse befanden sich 6 weitere Räume (1x Vorraum, 1x Operationsraum, 1x Raum für Verwundete, 1x Raum für Luftfilter, 1x Raum für Ofen und 1x Waschraum mit 2 Toiletten) in dem Bunker. In diesem Bunker sind die Innenzwischenwände nicht mehr vorhanden. Der Bunker wurde nach dem 2. Weltkrieg durch die niederländische Marine genutzt. Seit einigen Jahren ist der Bunker in Privatbesitz und nur mit dem Besitzer zu besichtigen.



Bild von dem seltenen Regelbaubunker vom Typ M159.



Weiteres Bild von dem seltenen Regelbaubunker vom Typ M159. Links neben dem Bunker liegt ein Rohr vom Flakgeschütz von der Flakbatterie Nord in Vlissingen. Bei dem Rundenteil handelt es sich um ein Teil von einem deutschen Suchscheinwerfer und links daneben steht noch ein Strandhinderniss (Tschechischer Igel).


4x Regelbaubunker vom Typ M170 Geschützschartenstand (90°):

Die vier Regelbaubunker vom Typ M170 Geschützschartenstand (90°) wurden zwischen 1959 bis 1961 abgerissen. Die vier Bunker wurden im Frühjahr 1942 im mittleren Bereich von der Küstenbatterie gebaut. Sie waren 21,95 m x 12,50 m groß und 6,80 m hoch. Für den Bau von dem Bunker wurden 1.335 m³ Beton benötigt. Die Bunker hatten einen Eingang und neben der Eingangsverteidigung befanden sich 4 weitere Räume (1x Raum für Granaten, 1x Raum für Kartuschen, 1x Gefechtsraum und 1x Hülsengrube) in den Bunkern. Des Weiteren hatten die Bunker einen offenen Beobachtungsposten (auch Tobruk genannt). Kein Foto von den vier Bunkern vorhanden.


Regelbaubunker vom Typ FL242 Einheitsstand für leichte und mittlere Flak:

Der Regelbaubunker vom Typ FL242 Einheitsstand für leichte und mittlere Flak wurde zwischen 1959 bis 1961 abgerissen. Der Bunker wurde Ende 1942/Anfang 1943 im östlichen Bereich von der Küstenbatterie gebaut. Er war 11,00 m x 10,50 m groß und für den Bau wurden 600 m³ Beton benötigt. Normalerweise wurde der Typ FL242 Bunker nicht einzeln gebaut, sondern zwei bis drei Stück. Deshalb kann es gut sein das noch einer oder zwei Bunker von dem Typ hier geplant waren zu bauen. Dieses wurde dann aber nicht realisiert. Der Bunker hatte einen Eingang und neben dem Notausgang befanden sich 4 weitere Räume (1x Gasschleuse, 1x Munitionslagerraum, 1x Bereitschaftsraum für 6 Mann, 1x Unteroffiziersraum) in dem Bunker. Des Weiteren befand sich auf dem Bunkerdach eine Geschützstellung für eine leichte bis mittlere Flak. Kein Foto vom Bunker vorhanden.


Regelbaubunker vom Typ L430A Unterstand für Flakscheinwerfer 150/200cm mit Unterstellraum:

Der Regelbaubunker vom Typ L430A Unterstand für Flakscheinwerfer 150/200cm mit Unterstellraum wurde zwischen 1959 bis 1991 abgerissen. Der Bunker wurde als östlichster Bunker von der Küstenbatterie im Frühjahr 1943 gebaut. Er war 19,80 m x 11,00 m groß und für den Bau wurden 8,90 m³ Beton benötigt. Der Bunker hatte 2 Eingänge und neben der Gasschleuse befanden sich 4 weitere Räume (1x Bereitschaftsraum für 9 Mann, 1x Vorratsraum, 1x Lagerraum für Brennstoff, 1x Raum für ein Aggregat) in dem Bunker. Das Aggregat konnte durch eine Öffnung in den Bunker aufgestellt werden. Die Öffnung wurde danach verschlossen. An dem Bunker war auch ein Unterstellraum für einen Suchscheinwerfer angebaut. In dem Unterstellraum war der Suchscheinwerfer gegen Bomben geschützt. Kein Foto vom Bunker vorhanden.


2x Regelbaubunker vom Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand:

Von den beiden Regelbaubunkern vom Typ 501 wurde zwischen 1959 bis 1961 der Bunker, der im östlichen Teil von der Küstenbatterie gebaut wurde, abgerissen. Der Bunker im westlichen Teil von der Küstenbatterie ist stark zugewachsen. Er ist 9,90 m x 9,00 m und die Bunkernummer lautete Vlissingen 02-16. Für den Bau von dem Bunker wurden 356 m³ Beton benötigt. Neben der Gasschleuse befanden sich noch 1 Bereitschaftsraum für 9 Mann und ein Notausgang in dem Bunker. Kein Foto von den beiden Bunkern vorhanden.


2x Regelbaubunker vom Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume:

Die beiden Regelbaubunker vom Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume wurden zwischen 1959 bis 1961 abgerissen. Sie wurden im Frühjahr 1944 gebaut und waren 11,00 m x 10,00 m groß. Für den Bau von dem Bunker wurden 385 m³ Beton benötigt. Die Bunker befanden sich an der westlichen und an der östlichen Seite von der Küstenbatterie. In jeden der beiden Bunker konnte ein Geschütz aufgestellt werden und von den Bunkern aus konnte der Strand flankierend unter Beschuss genommen werden. Die Geschütze konnten aber auch aus den Bunkern in vorbereitete offene Geschützbettungen aufgestellt werden. Neben dem Eingang für die Besatzung und des Geschützes befanden sich in dem Bunker ein Gefechtsraum und 2 kleine Lagerräume für Munition. Kein Foto von den beiden Bunkern vorhanden.


5x Regelbaubunker vom Typ 622 Doppelgruppenunterstand:

Von den 5 Regelbaubunkern vom Typ 622 Doppelgruppenunterstand wurden 2 Bunker zwischen 1959 bis 1961 abgerissen. Es waren der östlichste und der westlichste Bunker von dem Typ 622 in der Küstenbatterie. Sie sind 12,60 m x 11,50 m groß und für den Bau eines Bunkers wurden 660 m³ Beton benötigt. Die Bunker haben 2 Eingänge und neben der Gasschleuse befanden sich 2 weitere Räume (2x Bereitschaftsraum für 9 Mann) in den Bunkern. Des Weiteren haben die Bunker einen offenen Beobachtungsposten (auch Tobruk genannt). Keine Fotos von dem dritten erhaltenen Bunker und den beiden abgerissen Bunkern vorhaben.


1. Regelbaubunker vom Typ 622:

 Bild vom 1. Regelbaubunker vom Typ 622 er steht etwas weiter links in den Dünen in der Nähe vom Regelbaubunker M159. Rechts befindet sich der Eingang zum Tobruk (Offener Beobachtungsstand).


Weiteres Bild vom 1. Regelbaubunker vom Typ 622.


Weiteres Bild vom 1. Regelbaubunker vom Typ 622.


Bild vom linken Bunkereingang. An dem Regelbaubunker sind einige Schäden vom 2. Weltkrieg erkennbar.


Bild vom rechten Bunkereingang.


Bild von der linken Eingangsverteidigung.


Bild vom linken Bereitschaftsraum.


Bild vom rechten Bereitschaftsraum.


Blick vom rechten Bereitschaftsraum auf die beiden Zugänge.


Bild von der rechten Eingangsverteidigung im rechten Bereitschaftsraum.


Bild von der rechten Eingensverteidigung vom rechten Eingang aus gesehen.


Blick auf die beiden Bereitschaftsraumeingänge.


Bild von der Gasschleuse.


2. Regelbaubunker vom Typ 622:

Bild vom 2. Regelbaubunker vom Typ 622 er steht rechts neben dem 1. Regelbaubunker vom Typ M145.



Links befindet sich der rechte Bunkereingang und rechts der Eingang zum Tobruk (Offener Beobachtungsstand). In der Mitte ist der Tobruk zu erkennen. Er wurde durch einen Bombenvolltreffer beschädigt.



Bild vom Eingang zum Tobruk (Offener Beobachtungsstand). Links oben befindet sich der Tobruk der einen Volltreffer von einer Bombe abbekommen hat.



Bild vom linken Bunkereingang.



Bild vom rechten Bunkereingang.



Bild von der Gasschleuse.



Bild vom rechten Bereitschaftsraum.



Bild vom linken Bereitschaftsraum.


3. Regelbaubunker vom Typ 622:

Bild vom 3. Regelbaubunker vom Typ 622. Er steht rechts neben dem 2. Regelbaubunker vom Typ 622.



Weiteres Bild vom 3. Regelbaubunker vom Typ 622.



Weiteres Bild von der Eingangsseite.



Bild vom Eingang zum Tobruk (Offener Beobachtungsstand).



Bild vom linken Eingang.



Bild von der Bunkernummer.



Bild von der Gasschleuse.



Bild vom linken Bereitschaftsraum.



Bild von der linken Eingangsverteidigung im linken Bereitschaftsraum.



Bild vom rechten Bereitschaftsraum.


Verschiedene Strandhindernisse :

Vor dem Regelbaubunker vom Typ M159 stehen verschiedene Strandhindernisse aus dem 2. Weltkrieg. Die verschiedenen Strandhindernisse sind in Privatbesitz und nur mit dem Besitzer zu besichtigen.



Weiteres Bild von verschiedenen Strandhindernissen.



Weiteres Bild von einem Strandhindernis.



Im Vordergrund liegt ein Rohr vom Flakgeschütz von der Flakbatterie Nord in Vlissingen. Bei dem Rundenteil handelt es sich um ein Teil von einem deutschen Suchscheinwerfer und links daneben steht noch ein Strandhindernis (Tschechischer Igel).



Weiteres Bild von verschiedenen Strandhindernissen.



Weiteres Bild von verschiedenen Strandhindernissen.



Weiteres Bild von verschiedenen Strandhindernissen.



Bild von einer Lore aus dem 2. Weltkrieg. Die Lore wurde bei dem Bau von Bunkern und Stellungen in den Dünen verwendet.


Vielen Dank noch mal an John Daane dafür, dass ich die Bunker besichtigen durfte.



Organisation Todt Lager Dessau:

Hinter den Dünen bei Dishoek zwischen dem Stp. Fidelio und dem Stp. Tannhäuser befand sich ein Lager der Organisation Todt (O.T.) für 840 Arbeiter, die für den Bau der Bunker auf Walcheren eingesetzt wurden. Das Lager wurde auch als Lager Dessau bezeichnet. Zum Schutz vor feindlichen Luftangriffen wurden im Lager 2 Luftschutzbunker gebaut. Von dem Lager ist nur noch ein Luftschutzbunker vorhanden. Dieser befindet sich neben dem Fahrradweg zwischen Dishoek und Vlissingen.


 
Bild von dem Luftschutzbunker.



Stützpunkt Tannhäuser:

Der Stp. Tannhäuser wurde nach einer Oper aus dem Jahr 1845 von Richard Wagner benannt und befand sich in den Dünen zwischen dem Stp. Fidelio und Stp. Zauberflöte. Mit dem Bau von diesem Stützpunkt wurde 1942 begonnen. Hier wurden insgesamt 7 Regelbaubunker gebaut. Der Stp. Tannhäuser wurde am 03. November 1944 durch das 47 Royal Marine Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Fidelio.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 120a Artillerie-Beobachtungsstand mit Panzerturm

1x Typ 134 Munitionsunterstand I

2x Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand

1x Typ 621 Gruppenunterstand

1x Typ 680 Schartenstand für 7,5cm Pak 40 ohne Nebenräume

1x Typ S449 Peilstand


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.



Stützpunkt Zauberflöte:

Der Stp. Zauberflöte wurde nach einer Oper aus dem Jahr 1791 von Wolfgang Amadeus Mozart benannt und befand sich in den Dünen zwischen dem Stp. Tannhäuser und dem Stp. Heldburg. Mit dem Bau der insgesamt 5 Regelbaubunker in diesem Stützpunkt wurde 1942 begonnen. Der Stp. Zauberflöte wurde am 03. November 1944 durch das 47 Royal Marine Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Tannhäuser.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 134 Munitionsunterstand I

1x Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand

1x Typ 502 Doppelgruppenunterstand

1x Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume

1x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5cm Kw.K.


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.



Stützpunkt Heldburg:

Der Stp. Heldburg wurde nach dem Ort Heldburg und der dort befindlichen Burg in Thüringen benannt und befand sich in den Dünen bei Zwanenburg zwischen dem Stp. Zauberflöte und dem Stp. Edelweiß. Er wurde von den Alliierten auch als W4 bezeichnet. Hier wurde der Gefechtsstand von der Marine Flak Abteilung 810 eingerichtet und insgesamt 12 Regelbaubunker gebaut. Der Gefechtsstand befand sich vorher am Boulevard De Ruyter in Vlissingen. In dem Gefechtsstand liefen alle Informationen über feindliche Flugzeugaktivitäten in der Gegend von Walcheren zusammen und die Flak Batterien geleitet. Stationiert war hier zuletzt die 1./ Marine Flak Abteilung 810. Der Stp. Heldburg wurde am 03. November 1944 durch das 47 Royal Marine Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Zauberflöte.

Als sich der A-Troop und der B-Troop vom 47 Royal Marine Commando dem Stp. Heldburg nährte, wurde Marine Kenneth Gordon Patey (19 Jahre alt) vom A-Troop durch einen deutschen Scharfschützen tödlich getroffen. Marine Kenneth Gordon Patey hat seine letzte Ruhestätte auf dem britischen Soldatenfriedhof in Bergen op Zoom Feld 6 Reihe B Grab 8 erhalten.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 198 Wasservorratsstand 60cbm

1x Typ 502 Doppelgruppenunterstand

5x Typ 621 Gruppenunterstand

1x Typ 622 Doppelgruppenunterstand

2x Typ 635 Doppelgruppenunterstand am Vorderhang

1x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5cm Kw.K.

1x Typ FL250 Flakgruppenkommandostand


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.
 


Stützpunkt Edelweiß:

Der Stp. Edelweiß wurde nach der Alpen-Edelweiß-Pflanze benannt und befand sich an dem Übergang vom Nolledijk zu den Dünen zwischen dem Stp. Heldburg und dem Stp. Hohenstaufen. Er wurde von den Alliierten auch als W3 bezeichnet. Hier befand sich die Marine Flak Batterie West mit vier 10,5 cm S.K. C/32 Flugabwehrkanonen und zwei 2 cm Flugabwehrkanonen. Die vier 10,5 cm Flugabwehrkanonen waren in einer verstärkten feldmäßigen offenen Geschützstellung vom Typ FL 14 aufgestellt und wurden durch eine Kuppel geschützt. Im Stp. Edelweiß wurde 1 Regelbaubunker und viele verstärkte feldmäßige Bauwerke gebaut. Des Weiteren befand sich hier ein Funkmessortungsgerät (Fu.M.O.) 211 Würzburg A (Flakzielgerät) mit dem Decknamen Wilma. Hier war zuletzt die 3./ Marine Flak Abteilung 810 stationiert. Der Stp. Edelweiß wurde am 03. November 1944 durch das 47 Royal Marine Commando eingenommen. Sie kamen aus der Richtung vom Stp. Heldburg.


Folgender Regelbaubunker wurde hier gebaut:

1x Typ FL246 Munitionsauffülraum für schwere Flak Batterie


Der Regelbaubunker wurde abgerissen.



Stützpunkt Hohenstaufen:

Der Stp. Hohenstaufen ist nach einem Berg in Baden-Württemberg benannt und befand sich am Boulevard von Vlissingen zwischen dem Stp. Edelweiß und dem Stp. Kyffhäuser. Die Häuser, die direkt am Boulevard von Vlissingen standen, wurden geräumt und die Fenster zur Meerseite zugemauert. Damit wollte man verhindern das sich hier keine feindlichen Landungstruppen verschanzen konnten. Hier wurden insgesamt 12 Regelbaubunker gebaut. Neben dem Hotel Britannia wurde ein FL241 Untergruppenkommandostand und ein verstärkter feldmäßiger Notbefehlsstellen Bunker gebaut. In dem Hotel Britannia und dem Untergruppenkommandostand befand sich der Gefechtsstand vom Seekommandant Südholland.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 105 M.G. Kasematte

2x Typ 501 Einfacher Gruppenunterstand

2x Typ 502 Doppelgruppenunterstand

1x Typ 621 Gruppenunterstand

2x Typ 623 M.G. Schartenstand mit Vorsatzplatte (60°)

2x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5cm Kw.K.

1x Typ 668 Kleinstunterstand für 6 Mann

1x Typ FL241 Untergruppenkommandostand


Es sind nur noch zwei Regelbaubunker erhalten 1x Typ 623 und 1x Typ FL241. Der Typ 623 Bunker ist verschlossen kann aber von außen besichtigt werden und der Typ Fl241 Bunker befindet sich unter der Erde und ist nicht zugänglich. Die anderen Regelbaubunker wurden alle abgerissen. Die Notbefehlsstelle wurde 2011 abgerissen.


Regelbaubunker vom Typ 623 M.G. Schartenstand mit Vorsatzplatte (60°):

  Der Regelbaubunker ist 11,00 m lang und 13,00 m breit. Neben dem Eingang und der Gasschleuse befanden sich 4 weitere Räume (1x Eingangsverteidigung, 1x Bereitschaftsraum für 6 Mann, 1x Munitionsraum und 1x Gefechtsraum) in dem Bunker. Der Bunker hatte auch einen Notausgang und einen offenen Beobachtungsposten (auch Tobruk genannt).



Bild von dem Regelbaubunker vom Typ 623. In der Mitte ist die Schießscharte zu sehen. Auf dem Bunker wurde eine Windorgel nach dem Krieg montiert.



Stützpunkt Kyffhäuser:

Der Stp. Kyffhäuser wurde nach dem Mittelgebirge in Thüringen und Sachen-Anhalt benannt und befand sich zwischen dem Stp. Hohenstaufen und dem W.N. Leuchtenburg. In dem Stp. Kyffhäuser befand sich auch ein Torpedobunker. Des Weiteren wurden hier 5 Regelbaubunker gebaut.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 143 Artillerie-Beobachtungsstand mit kleiner Artillerie-Beobachtungsturm

2x Typ 502 Doppelgruppenunterstand

1x Typ 506 Schartenstand für 4,7 cm Festungspak 36(t)

1x Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume


Der Regalbaubunker vom Typ 143 ist noch unter der Straße am Boulevard vorhanden aber nicht zugänglich. Der Beobachtungsturm davon ist nicht mehr vorhanden. Unter den Hotels gegenüber vom alten Gefangenenturm befindet sich noch ein Regelbaubunker vom Typ 502 und ein Bunker vom Typ Vf 52a. Die beiden Bunker sind nicht frei zugänglich. Der Torpedobunker wurde von den deutschen Soldaten gesprengt. Das Fundament von dem Torpedobunker ist noch vorhanden. Alle anderen Regelbaubunker wurden abgerissen.



Bild von dem noch vorhandenen Fundament von dem Torpedobunker.



Bild von dem Holzsteg, über den die Torpedos zum Torpedobunker transportiert wurden.



Widerstandsnest Leuchtenburg:

Das W.N. Leuchtenburg wurde nach der Leuchtenburg in Thüringen benannt und befand sich zwischen dem Stp. Kyffhäuser und dem Stp. Helgoland. Hier wurden insgesamt 4 Regelbaubunker und 2 Luftschutzbunker gebaut.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 143 Artillerie-Beobachtungsstand mit kleiner Artillerie-Beobachtungsturm

2x Typ 502 Doppelgruppenunterstand

1x Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume


Der Regelbaubunker vom Typ 143 ist noch erhalten. In dem Bunker befindet sich das Bunkermuseum in Vlissingen. Alle anderen Regelbaubunker wurden abgerissen. Die 2 Luftschutzbunker sind auch noch erhalten.



Bild von dem Regelbaubunker Typ 143. Rechts befinden sich die Eingangsverteidigung und links der Eingang.



Blick auf den Eingang. Das St steht für Ständig damit wurden die Bunker gekennzeichnet die einen Bombenvolltreffer aushalten können. Oben auf dem Dach befindet sich die Beobachtungskuppel für ein Periskop.



Blick von innen auf die Beobachtungskuppel. Durch das Loch in der Mitte von der Kuppel konnte man ein Periskop durchschieben und damit das Vorfeld beobachten.



Bild von einen der beiden Strandhindernisse, die bei dem Bunker liegen.



Bild von dem anderen der beiden Strandhindernisse, die bei dem Bunker liegen.



Bild von der Informationstafel, die nach dem Eingang links an der Wand im Bunker hängt. Auf der Informationstafel ist auch ein Grundriss von dem Bunker abgebildet.


Auf der Informationstafel steht folgendes:

Obervatiepost met pantserstalen waarnemingskoepel voor periscoop

Deze observatiepost maakt deel uit van de 'ATLANTIKWALL', een door de Duitsers
tussen 1942-1945 aangelegde verdedigingslinie van de Noordkaap van Norwegen tot
de Frans-Spaanse grens bij de Golf van Biskaje.

Binnen de Atlantikwall was een belangrijke rol weggelegd voor de artillerie. Deze moest
een geallieerde landingsvlott op zee of op het strand uitschakelen. Hiertoe waren er op
Walcheren meerdere batterijen veldgeschut kurt achter de kust opgesteld bij onder
Westkapelle, Zoutelande, Koudekerke en Vlissingen. Omdat deze batterijen geen direct
zicht op het strand hadden, werd er in de duinen en op de dijken een ketten van
waarnemingsposten ingericht. De observatiepost die de vuurleiding verzorgde voor de
geschutsbatterij bij de Vlissingse wijk Baskensburg, werd gebouwd in het bastion voor
de Oranjemolen. Deze observatiebunker is van het type 143, Artilleriebeobachtungsstand
mit kleinem Art.-Beobachter en is in het bezit van een 20-ton zware pantserstalen
waarnemingskoepel, die in het dak is geintegreerd. Met een periscoop in de koepel kon het
omliggende gebied worden geobserveerd.

Nadat de geallieerden in juni 1944 de Atlantikwall in Normandie (Frankrijk) doorbroken
hadden werd de strategisch belangrijke haven van Antwerpen na een voorspooedige opmars
in september onbeschadigd veroverd. Echter doordat de Westerschelde nog steeds in Duitse
handen was moest de verdediging eerst gebroken worden voordat de haven ook daadwerkelijk
kon worden gebruikt voor de aanvoer van troepen materieel. Hiertoe werd eerst Zeeuws-
Vlaanderen door de geallieerden veroverd, waarna in oktober 1944 de dijken van het eiland
Walcheren werden gebombardeerd. Hierdoor liep het eiland onder water en werden belangrijke
delen van de Duitse verdediging, waaronder de artillerie, lamgelegd in november werden bij
Westkapelle en Vlissingen onder de codenaam 'Infatuate' twee landingen uitgevoerd op de kust.
In Vlissingen vormde het gebied rond de Oranjemolen de landingsplaats. Na hevige gevechten
werden Walcheren en Zuid-Beveland korte tijd later bevrijd.

De bunker is in de periode 2002-2004 gerestaureerd en op 1 november 2004 heropend in het
kader van de 60-jarige herdenking van de bevrijding.


* German observationbunker with armoured cupola for periscope. This bunker was built in
1942-1943 as part of the Atlantikwall: a defence line to counter an allied invasion.

* Deutscher Beobachtungsbunker mit Panzerturm, erbaut 1942-1943 als Teil des Atlantikwalls.

U bent van harte welkom.
Betreden van de bunker is op eigen risico.



Bild von dem ersten Luftschutzbunker. Beide Luftschutzbunker befinden sich an der Oranjestraat hinter der Ehemaligen König Willem III Kaserne in Vlissingen. Die beiden Luftschutzbunker kann man gut von der Simon Stevinstraat sehen.



Bild von dem zweiten Luftschutzbunker.



Stützpunkt Helgoland:

Der Stp. Helgoland wurde nach der deutschen Insel Helgoland benannt und befand sich zwischen dem W.N. Leuchtenburg und dem Pz.Stp. Nettelbeck I. Hier wurden insgesamt 5 Regelbaubunker gebaut.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

2x Typ 612 Schartenstand für Lande- und Sturmabwehrgeschütze ohne Nebenräume

2x Typ 623 M.G. Schartenstand mit Vorsatzplatte (60°)

1x Typ 680 Schartenstand für 7,5cm Pak 40 ohne Nebenräume


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.



Kernwerk Vlissingen:

Das Kernwerk Vlissingen liegt zwischen dem Stp. Helgoland und dem W.N. Reseda. Das Kernwerk Vlissingen beinhaltet den Pz.Stp. Nettelbeck I, Pz.Stp. Nettelbeck II und den Pz.Stp. Nettelbeck III mit der Marine Küsten Batterie Kernwerk Vlissingen. Die drei Pz.Stp. wurden nach Joachim Christian Nettelbeck (1738-1824) benannt. Der durch die Verteidigung Kolbers im Jahre 1807 bekannt wurde.


Panzerstützpunkt Nettelbeck I:

Der Pz.Stp. Nettelbeck I umfasste das Gebiet der beiden Binnenhäfen und den westlichen Teil vom Buitenhafen von Vlissingen. Hier wurden insgesamt 12 Regelbaubunker und 1 Munitionslager aus Beton gebaut.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:


1x Typ 118c Großer Sanitätsunterstand

3x Typ 134 Munitionsunterstand I

1x Typ 198 Wasservorratsstand 60cbm

4x Typ 630 M.G. Schartenstand

1x Typ 631 Schartenstand für 4,7cm Festungspak 36 (t)

1x Typ 632 Stand mit 3-Schartenturm

1x Typ 633 Stand für M19


  Ein Regelbaubunker vom Typ 630 ist noch vorhanden. Er steht auf ein Privatgrundstück aber vom Weiten zu sehen. Des Weiteren ist auch ein Regelbaubunker vom Typ 632 noch vorhanden jedoch nicht zu sehen, da auf ihm ein Haus gebaut wurde. Alle anderen Regelbaubunker wurden abgerissen. Das Munitionslager aus Beton ist auch noch vorhanden.


Regelbaubunker vom Typ 630 M.G. Schartenstand:

Der Regelbaubunker ist 13 m lang und 10,70 m breit und steht auf einem Privatgrundstück. Der Bunker hat einen Eingang und einen Notausgang und im Bunker befinden sich 5 Räume (1x Gasschleuse, 1x Eingangsverteidigung, 1x Bereitschaftsraum für 6 Mann, 1x Munitionslagerraum und 1x Gefechtsraum). Außerhalb befindet sich auch noch ein offener Beobachtungsposten (auch Tobruk genannt).



Bild von dem Regelbaubunker vom Typ 630.



Weiteres Bild von dem Regelbaubunker vom Typ 630.


Munitionslager aus Beton:

Das Munitionslager aus Beton steht am östlichen Ufer vom 2. Buitenhaven in Vlissingen. Das Lager ist 25,20 m lang und 17,20 m breit und eine Wandstärke von 60 cm. Es hat links und rechts einen Eingang und zusätzlich noch einen Eingang in der Mitte von der Vorderseite. In der Vorderseite befinden sich 4 kleine Gitterfenster. In dem Bunker befinden sich ein durchgehender langer Eingangsflur und 6 identische Lagerräume. Die Lagerräume sind 13,5 m lang und 3,5 m breit. Vermutlich wurde in den Lagerräumen Munition für Schiffe gelagert.



Bild von der linken Seite von dem Munitionslager aus Beton.



Bild von dem linken Eingang.



Bild von der Rückseite.



Panzerstützpunkt Nettelbeck II:

Der Pz.Stp. Nettelbeck II umfasste das Gebiet nördliche Hafengebiet vom Kernwerk Vlissingen. Hier wurden insgesamt 13 Regelbaubunker gebaut.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 134 Munitionsunterstand I

1x Typ 600 Geschützstellung für 5cm Kw.K. mit Mannschafts- und Munitionsunterstand

2x Typ 607 Munitionsunterstand II

4x Typ 611 Geschützschartenstand für Feldgeschütze

3x Typ 634 Stand mit 6-Schartenturm

1x Typ 667 Kleinstschartenstand für 5cm Kw.K.

1x Typ M.v.b. (4) Mehrkammerwasserbehälter


Davon ist nur noch ein Regelbaubunker vom Typ 634 erhalten, jedoch ist dieser nicht sichtbar, weil er sich unter der Erde befindet. Alle anderen Regelbaubunker wurden abgerissen. Im März 2017 wurde bei den Bauarbeiten für die neue Marinekaserne ein Tobruk für ein 5 cm Mörser entdeckt. Dieser wurde am 11. April 2017 ausgegraben und am 12. April 2017 im Bevrijdingspark beim Bevrijdingsmuseum in Nieuwdorp neu platziert. Des Weiteren wurden bei den Bauarbeiten im November 2016 auch Reste einer Straßensperre gefunden. Die Straßensperre bestand aus Beton, in dem Eisenbahnschienen schräg nach oben einbetoniert waren. Noch kein Bild von dem Tobruk und den Resten von der Straßensperre vorhanden.



Panzerstützpunkt Nettelbeck III:

Der Pz.Stp. Nettelbeck III umfasste das östliche Hafengebiet vom Kernwerk Vlissingen. Der Pz.Stp. Nettelbeck III beinhaltete auch die Marine Küsten Batterie Kernwerk Vlissingen mit drei 15 cm Kanonen vom Typ S.K. L/40 (h) (14 km Reichweite) und ein 150-cm-Suchscheinwerfer. Betrieben wurde die Küsten Batterie von der 9./ Marine Artillerie Abteilung 202. Hier wurden insgesamt 19 Regelbaubunker gebaut.


Folgende Regelbaubunker wurden hier gebaut:

1x Typ 114a Stand mit 6-Schartenturm in Baustärke A

1x Typ 143 Artillerie-Beobachtungsstand mit kleiner Artillerie-Beobachtungsturm

1x Typ 502 Doppelgruppenunterstand

1x Typ 505 Schartenstand für 3,7cm Pak mit Panzerplatte

2x Typ 515 M.G. Schartenstand am Vorderhang

1 Typ 610 Gefechtsstand für eine verstärkte Kompanie oder für Batterie-Offizier

1x Typ 621 Gruppenunterstand

2x Typ 622 Doppelgruppenunterstand

1x Typ 633 Stand für M19

1x Typ 636 Befehlsstand für eine Heeresküstenbatterie

1x Typ 693b Kleinststand für Lichtsprech- und Blinkgerät, Sprechrichtung: Feindwärts

2x Typ M145 Munitionsauffülraum für Mittelbatterien

3x Typ M170 Geschützschartenstand

1x Typ M.w.b. (5) Mehrkammerwasserbehälter


Ein Regelbaubunker vom Typ 114a, Typ M145, Typ M170 und ein Tobruk für einen Flammenwerfer sind noch vorhanden. Sie liegen nahe zusammen auf dem Feuerwehrübungszentrumgelände. Sie sind von ausserhalb zu sehen. Auf dem Gebiet befindet sich auch noch ein Regelbaubunker vom Typ 633, der sich aber unter der Erde befindet. Alle anderen Regelbaubunker wurden abgerissen.


Regelbaubunker vom Typ 114a neu Stand für 6-Schartenturm in Baustärke A:

Der Regelbaubunker ist 16,50 m lang und 13,10 m breit und befindet sich im Deich bei dem Feuerwehrübungszentrum in Vlissingen. Der Bunker hat einen Eingang und einen Notausgang und im Bunker befinden ich 4 Räume (1x Gasschleuse, 1x Eingangsverteidigung, 1x Bereitschaftsraum für 6 Mann und 1x Raum unter der Panzerkuppel mit 6 Scharten).



In der Bildmitte ist die Panzerkuppel vom Regelbaubunker vom Typ 114a neu erkennbar. Rechts im Hintergrund steht der Regelbaubunker vom Typ M170.



Bild von der Panzerkuppel mit 6 Scharten.



Bild vom Inneren der Panzerkuppel.



Weiteres Bild vom Inneren der Panzerkuppel.


Regelbaubunker vom Typ M145 Munitionsauffülraum für Mittelbatterien:

Der Regelbaubunker ist 18,50 m lang und 17,70 m breit und befindet sich auf dem Feuerwehrübungsgelände von Vlissingen. Neben den beiden Eingängen befinden sich im Bunker 8 Räume (5x Munitionslagerraum, 2x Lagerräume für Granaten und 1x Lagerraum für Hülsen).



Im Hintergrund der schwarze Bereich ist das Bunkerdach von dem Regelbaubunker vom Typ M145. Im Vordergrund befindet sich ein alter niederländischer Bunker der auch von den deutschen im 2. Weltkrieg genutzt wurde.


Regelbaubunker vom Typ M170 Geschützschartenstand:

Der Regelbaubunker ist 21,95 m lang und 12,50 m breit und befindet sich auf dem Feuerwehrübungsgelände in Vlissingen. Der Bunker hat einen Eingang und im Bunker befinden sich 4 Räume (1x Eingangsverteidigung, 1x Lagerraum für Granaten, 1x Lagerraum für Hülsen und 1x Gefechtsraum).Außerhalb befindet sich noch ein offener Beobachtungsposten (auch Tobruk genannt).



Bild von dem Regelbaubunker vom Typ M170. Das ist der einzige Geschützbunker von einer Küstenbatterie, der auf Walcheren noch vorhanden ist.



Bild von der zugemauerten Scharte vom Regelbaubunker vom Typ M170. An dem Bunker sind noch einige Gefechtsspuren erkennbar.


Tobruk für einen Flammenwerfer:


Zwischen dem Regelbaubunker vom Typ 114a neu und dem Regelbaubunker vom Typ M170 befindet sich dieser Tobruk für einen Flammenwerfer.



Weiteres Bild von dem Tobruk für einen Flammenwerfer.



Bild vom Inneren des Tobruks für einen Flammenwerfer.


2 niederländische Bunker:


Links neben dem Regelbaubunker vom Typ M170 befindet sich ein alter niederländischer Bunker, der im 2. Weltkrieg auch von den Deutschen genutzt wurde.



Der Bunker ist verschlossen.



Bild von der Informationstafel, die sich an dem Bunker befindet.


Auf der Informationstafel steht folgendes:

Gietstalen Koepelkazemat
1939

Deze Gietstalen Koepelkazemat (G-kazemat) is van Nederlandse makelij en werd ontworpen
als opstelling voor een zware mitrailleur (een watergekoelde M'08/15 Schwarzlose). Het
bunkertje werd samen met drie andere G-kazematten in 1939 gebouwd teneinde de
verdediging van de Vlissingse haven te voltooien.

De Gietstalen Koepelkazemat werd in 1936 ontworpen nadat geconstateerd werd dat de tot
dan toe gebouwde betonnen kazematten ernstige gebreken vertoonden. De gietstalen koepel
had als voordeel dat zij door haar geringe afmetingen en lage silhouet beter te camoufleren
was. Verder zorgden de afgeronde vormen ervoor dat granaten sneller afketsten. Voor het
bereiken van een betere stabiliteit en bescherming tegen directe treffers werd de koepel in een
betonlichaam geplaatst. De koepel kon luchtdicht afgesloten worden en was uitgerust met een
luchtzuiveringsinstallatie. Voor de koeling van de mitrailleur was een waterpomp aanwezig.

In het totaal zijn er meer dan 702 gietstalen koepels gegoten. Enkele honderden werden
geplaatst langs het kustfront en bij de Grebbelinie en de Nieuwe Hollandse Waterlinie.

De Duitsers verschrootten tijdens de Tweede Wereldoorlog nagenoeg alle koepels in het
achterland. Aan de kust nam de bezetter ze voor zover mogelijk in de verdediging op. Zo
werd de G-kazematten in Vlissingen opgenomen in de Atlantikwall, een door Duitsers
tussen 1942-1945 aangelegde verdedigingslinie. Een van de G-kazematten aan de
Vlissingse Buitenhaven werd gebruikt als controlepost voor het op scherp stellen van
mijnen in de havenmonding.

Na de bevrijding vielen veel van de overgebleven G-kazematten ten prooi aan slopers.
Anno 2000 zijn er in Nederland nog acht a negen koepels aanwezig. Twee hiervan
liggen aan de Vlissingse Buitenhaven.

U bent van harte welkom.
Betreden van de bunker is op eigen risico.




Bild von dem zweiten niederländischen Bunker. Dieser befindet sich auf dem Feuerwehrübungsgelände von Vlissingen.



Bild von dem Strandhindernis (Tschechenigel), das bei dem ersten niederländischen Bunker steht.



Widerstandsnest Reseda:

Der W.N. Reseda wurde nach der Reseda Pflanze benannt und befand sich auf dem Deich bei dem Fort De Ryuter zwischen dem Pz.Stp. Nettelbeck III und dem Stp. Dietl. Hier befand sich die Marine Flak Batterie Ost mit vier 10,5 cm S.K. C/32 Flugabwehrkanonen und zwei 2 cm Flugabwehrkanonen. Die vier 10,5 cm Flugabwehrkanonen waren in einer verstärkten feldmäßigen offenen Geschützstellung vom Typ FL 14 aufgestellt und wurden durch eine Kuppel geschützt. Im W.N. Reseda wurde 1 Regelbaubunker und viele verstärkte feldmäßige Bauwerke gebaut. In den Resten vom Fort De Ryter wurde die Munition für die Flak Batterie gelagert. Des Weiteren befand sich hier ein Funkmessortungsgerät (Fu.M.O.) 211 Würzburg A (Flakzielgerät) mit dem Decknamen Olga. Hier war zuletzt die 4./ Marine Flak Abteilung 810 stationiert.


Folgender Regelbaubunker wurde hier gebaut:

1x Typ 634 Stand mit 6-Schartenturm


Der Regelbaubunker wurde abgerissen. Die Reste vom Fort De Ryuter sind noch vorhanden.



Bild von den Resten vom Fort De Ryter in den die Deutschen Munition für die Marine Flak Batterie Ost gelagert haben.



Es sind noch einige Spuren von alliierten Bombardementen am Beton zu erkennen.



Die Deutschen haben teilweise eine Betondecke über den Fortmauern gegossen. Um damit die Munition besser vor feindlichen Luftangriffen zu schützen.



Stützpunkt Dietl:

Der Stp. Dietl wurde benannt nach dem deutschen Generaloberst Eduard Dietl und befand sich auf dem Deich bei Ritthem zwischen dem W.N. Reseda und dem Stp. Rommel. Hier wurden insgesamt 7 Regelbaubunker gebaut.


Folgendes Regelbaubunker wurden hier gebaut:

2x Typ 502 Doppelgruppenunterstand
2x Typ 621 Gruppenunterstand
2x Typ 680 Schartenstand für 7,5cm Pak 40 ohne Nebenräume
1x Typ 693b Keinststand für Lichtsprech- und Blinkgerät, Sprechrichtung: Feindwärts


Alle Regelbaubunker wurden abgerissen.



Stützpunkt Rommel:

Der Stp. Rommel wurde benannt nach dem deutschen Generalfeldmarschall Erwin Rommel und befand sich beim Fort Rammekens zwischen dem Stp. Dietl und der Landfront von Vlissingen. Er bildete den Übergang von der Seefront von Vlissingen zur Landfront von Vlissingen. Das Fort Rammekens wurde 1547 erbaut und während des 2. Weltkrieges bauten die Deutschen hier einige Tobruks aber keine Regelbaubunker. Des Weiteren befanden sich hier auch ein 150-cm-Suchscheinwerfer und mindestens eine 2-cm-Flugabwehrkanone (FLAK). Der 150-cm-Suchscheinwerfer wurde Scheinwerfer 6 benannt und durch Soldaten von der 8./ Marine-Flak-Abteilung 810 betrieben. Am 07. Oktober 1944 Bombardierten 63 Lancaster Bomber von der Royal Air Force den Deich zwischen Fort Rammekens und Vlissingen. Dadurch strömte viel Meerwasser ins Landesinnere. Dieses hatte zufolge, dass das Fort Rammekens vom Festland abgeschnitten wurde. Am 05. November 1944 um gegen 13:00 Uhr ergaben sich die deutschen Soldaten die auf dem Fort Rammekens stationiert waren bei den Soldaten vom 6th Batallion The Cameronians. Das Betonfundament für den 150-cm-Suchscheinwerfer und 1 Tobruk, auf dem ein Panzerturm montiert war und 1 Tobruk für ein 8 cm Mörser (befindet sich außerhalb des Fort Rammekens) sind noch vorhanden. Um in das Fort Rammekens zu gelangen, muss man Eintritt bezahlen.



Bild von dem Tobruk, auf dem ein Panzerturm montiert war. Der Tobruk befindet sich oben auf dem Fort Rammekens.


Weiteres Bild von dem Tobruk, auf dem ein Panzerturm montiert war.



Bild von dem Tobruk für ein 8 cm Mörser, der sich außerhalb des Fort Rammekensbefindet.



Weiters Bild von dem Tobruk für ein 8 cm Mörser.



Bild von dem Betonfundament für einen Suchscheinwerfer. Das Beton Fundament befindet sich oben auf dem Fort Rammekens.



Weiteres Bild von dem Betonfundament für einen Suchscheinwerfer.
 
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